Markttelegramm KW 48

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das Erzeugerangebot am regionalen Schlachtrindermarkt ist rückläufig und passt sich somit dem reduzierten Bedarf der Vermarkter an. Das Fleischgeschäft auf der Metzgereischiene hat sich stabilisiert und vor allem die Notierungen für Jungbullen können sich in der Folge gut behaupten. Weibliche Kategorien bei stockendem Absatz in der Zerlegung teils nochmal schwächer bewertet.
Schlachtschweine Die desolate Lage am Schlachtschweinemarkt hat sich weiter verschärft und der ruinöse Verdrängungswettbewerb nimmt mittlerweile europaweit neue Dimensionen an. Die herbe Preiskorrektur in der Vorwoche erhöht die existenzielle Not der Erzeuger um so mehr.
Ferkel Der Ferkelmarkt gerät unter Druck. Im Sog der reduzierten Schlachtschweinepreise werden die Ferkelpreise in der kommenden Woche deutlich herabgesetzt. Preisrücknahmen bis zu 5,00 € sind die Folge.
Nutzkälber Preisdruck am Nutzkälbermarkt. Kälber werden nur schleppend nachgefragt, da coronabedingt nur ein sehr geringer Absatz über die Gastronomie möglich ist. Leichte Kälber sind kaum zu vermarkten.
Eier/Geflügel Auch weiterhin beeinflusst die Coronakrise den Eiersektor. Die verarbeitende Industrie ordert nur sehr verhalten und es fehlt der Absatz in die Gastronomie. Sehr gut nachgefragt sind nach wie vor Freilandund Bioeier im LEH. Trotz Backsaison schwächelt die Branche, die Preise geben für leichte Ware erneut nach. Am Geflügelmarkt werden im Lebensmitteleinzelhandel nun Enten und Gänse verstärkt nachgefragt. Hähnchen- und Putenfleisch finden kontinuierlichen Absatz zu unveränderten Preisen. Auf das Auftreten der Aviären Influenza schaut der Handel mit Sorge.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Feste Terminmarktvorgaben und der rege Bedarf der Mischfutterindustrie in BeNeLux halten Umsatz und Notierungen am hiesigen Getreidemarkt in Schwung. Bei fehlendem Engagement der Mehlindustrie, wandern mittlerweile gute Brotweizenpartien in den Futtertrog, die Erzeugerpreise liegen hierbei in der Regel über den nominellen B-Weizen Notierungen. Die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft nimmt weiter zu und auch die neue Ernte rückt verstärkt in den Fokus. Bei teils sehr gutem Saatenstand der Winterungen werden weitere Mengen in die Bücher genommen. Die Rapsnotierungen ziehen weiter an und teils konnten schon ab-Hof Geschäfte jenseits der 400 € Marke realisiert werden. Die Läger sind jedoch weitgehend geräumt und die Umsätze bleiben entsprechend begrenzt.
Futtermittel Die festen Rohstoffmärkte bedingen weiter steigende Kurse für Soja- und Rapsschrot. Auch für Mischfutter müssen Abnehmer mit höheren Forderungen des Handels rechnen. Gehandelt werden regional überwiegend die vorderen Termine, die Preise sind für die krisengebeutelten Veredler zu hoch.
Kartoffeln Das Angebot an heimischen Kartoffeln ist reichlich. Zudem drängt übergebietliche Ware in den Handel. So bleibt es schwierig, höhere Preisvorstellungen der Verkäufer beim Lebensmitteleinzelhandel umzusetzen. Französische Herkünfte werden aufgrund des reichlichen deutschen Angebots nicht mehr unbedingt nachgefragt. Die Preise bewegen sich seitwärts.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt