Markttelegramm KW 49

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Am regionalen Schlachtrindermarkt nimmt das Erzeugerangebot an weiblichen Kategorien stetig zu und die Vermarktung gerät zunehmend ins Stocken. Kühe und auch Färsen werden in der Folge über alle Kategorien abgewertet. Jungbullen hingegen noch gut behauptend, hier kann der Bedarf der Vermarkter noch nicht umfassend gedeckt werden.
Schlachtschweine Trotz weiterem Abbau der Angebotsüberhänge am Schlachtschweinemarkt, bleibt die Gesamtlage weiter angespannt. Insbesondere coronabedingte Stornierungen und verhaltene Nachfrage aus der Gastronomie drücken auf den Fleischhandel. Die Erzeugerpreise verharren weiter auf niedrigem Niveau.
Ferkel Das nicht zu üppige Angebot am regionalen Ferkelmarkt trifft auf eine stetige Nachfrage seitens der Mästereien. Es kann von ausgewogenen Verhältnissen berichtet werden. Keine Preisänderung.
Nutzkälber Am Markt für Nutzkälber hat sich die Nachfrage abgeschwächt. Der Handel läuft schleppend. Die in der Vorwoche nach unten angepassten Notierungen konnten sich im Wochenverlauf nicht wieder festigen.
Eier/Geflügel Auch kurz vor Weihnachten ist die Nachfrage nach Eiern nicht auf dem saisontypischen Niveau angelangt. Zwar ist die Nachfrage im LEH stetig, doch stagnieren die Bestellmengen in der Gastronomie coronabedingt. Das umfangreiche Angebot an Eiern kann nicht vollständig vermarktet werden, die Preise tendieren unverändert. Dagegen floriert der Geflügelmarkt. Saisongeflügel wird gut nachgefragt. Hähnchenfleisch zuletzt knapp verfügbar, Putenmarkt ausgeglichen. Hähnchen, Enten- und Gänseprodukte mit Aufpreisen versehen, ansonsten unveränderte Notierungen.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Die starken Kursschwankungen an den Terminmärkten verunsichern die Teilnehmer am regionalen Getreidemarkt und eine transparente Preisbildung am Kassamarkt scheint kaum möglich. Nichts desto trotz bleiben qualitativ hochwertige Weizenpartien weiter gesucht und mit deutlichen Prämien honoriert. Das Erzeugerangebot bleibt jedoch verhalten, auch weil oftmals die Werte nicht stimmen. Der Bedarf der Futtermischer ist bis weit ins nächste Quartal gedeckt und die Preisspitzen für Gerste, Mais und Futterweizen bröckeln ab. Braugerste erzielt weiter Aufgelder, hier konnten zuletzt noch einige größere Partien mobilisiert werden. Rapskurse stark schwankend und ohne nennenswerten Handel.
Futtermittel Während Rapsschrot sich wieder deutlich im Preis befestigen konnte, geben die Sojaschrotkurse weiter nach. Konsum und Handel disponieren vorsichtig und halten die vorderen Termine im Fokus. Das große EU-weite Maisangebot und stagnierende Preise für Futtergetreide deuten auf eine Preisentspannung am Mischfuttermarkt hin. Der regionale Handel erwartet entsprechende Anpassungen im Monatsverlauf.
Kartoffeln Die Verbrauchernachfrage hat sich im Vorweihnachtsgeschäft leicht belebt. Der Absatz in die Gastronomie ist wegen verschärften Corona-Auflagen etwas gebremst. Qualitätsbedingte Absortierungen bleiben hoch. Zypriotische Wintercrop sind an den Großmärkten eingetroffen, aber im LEH noch ohne Bedeutung. Die Preistendenz bleibt vorerst noch fest, Preiserhöhungen sind jedoch im Gespräch.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 49/2021