Markttelegramm KW 5

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Der Handel am regionalen Schlachtrindermarkt verläuft fortwährend flott, vor allem weibliche Kategorien stehen hoch im Kurs der Vermarkter. Das Erzeugerangebot hat zwar weiter leicht zugenommen, in Teilbereichen bestehen jedoch noch immer Deckungslücken und die Auszahlungspreise können sich nochmal erhöhen.
Schlachtschweine Die Lage am Schlachtschweinemarkt bleibt weiterhin angespannt. Die Schlachtkapazitäten sind coronabedingt begrenzt und der Fleischhandel bleibt fortwährend impulslos. Das Erzeugerangebot ist dabei sehr überschaubar, aber trotzdem lassen sich erste Überhänge nicht vermeiden. Erzeuger müssen für die laufende Woche mit Preisdruck rechnen.
Ferkel Die Lage am regionalen Ferkelmarkt kann überwiegend als ausgeglichen bezeichnet werden. Die zuletzt herabgesetzten Notierungen bleiben im Wochenverlauf stabil.
Nutzkälber Das heimische Angebot an Nutzkälbern fällt nicht allzu groß aus. Insbesondere schwerere, gute Qualitäten sind eher knapp und gefragt, sie können daher mit deutlichen Aufschlägen vermarktet werden. Ansonsten bleiben die Notierungen zur Vorwoche überwiegend stabil.
Eier/Geflügel Eiermarkt uneinheitlich. Die Bestellungen des LEH schwanken zwar stark, allerdings zeigen Verarbeitungsindustrie und Färbereien verstärktes Kaufinteresse und stützen damit den Markt. Bis auf Bioware alle Kategorien gut bedarfsdeckend vorhanden. Hohe Produktionskosten und teure Futtermittel werden unweigerlich zu Preiserhöhungen führen. Im Geflügelbereich bleiben die Aviären Influenza und die hohen Futterkosten marktbestimmend. Hähnchenfleisch gut nachgefragt zu festen Preisen, Putenmarkt stabil, für Althennen können höhere Notierungen durchgesetzt werden.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Unbenommen der großen Kursschwankungen an den Terminmärkten, tendieren die Notierungen am Kassamarkt und im regionalen Erfassungshandel weiter fest. Das physische Neugeschäft bleibt hierbei weiter sehr überschaubar, es wird nur noch mit begrenzten Lagerpositionen in Erzeugerhand kalkuliert. Für den prompten Bedarf der Mehl- und Futtermittelindustrie werden teils deutliche Aufgelder gewährt. Die Rapskurse haben sich von dem starken Einbruch der Vorwoche erholt und vor allem die Notierungen für die neue Ernte legen weiter zu. Neuabschlüsse kommen jedoch kaum zustande, ein Großteil der zu erwartenden Erntemengen sind schon in den Büchern.
Futtermittel Die Forderungen des regionalen Futtermittelhandels liegen über die gesamte Produktpalette weiter auf hohem Niveau. Logistikprobleme und die unklaren Preisperspektiven begrenzen die Nachfrage.
Kartoffeln Die Verbrauchernachfrage am Speisekartoffelmarkt läuft unverändert auf jahreszeitüblichem Niveau. Die Marktversorgung aus heimischer Produktion ist mittlerweile überschaubar. Die Läger wurden zügig geräumt. Für Premiumware aus Kistenkühllägern werden die vereinbarten Aufschläge gezahlt. Sortimentsergänzend hat Importware aus Zypern und Frankreich ihren festen Platz in der Angebotspalette. Trotz Preisaufschlägen für Kühlhausware bleiben die Verbraucherpreise weitgehend stabil.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 5/2022