Markttelegramm KW 50

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Auch in der laufenden Woche zeigt der regionale Schlachtrindermarkt eine stabile Grundtendenz. Vor allem das reduzierte Erzeugerangebot, aber auch die steigende Verbrauchernachfrage im Metzgereigeschäft sorgen für ausgeglichene Marktverhältnisse. Trotz der gedrosselten Schlachtkapazitäten entstehen keine Angebotsüberhänge und die Erzeugerpreise können sich über alle Kategorien gut behaupten.
Schlachtschweine Die Lage am Schlachtschweinmarkt bleibt unverändert schwierig. Die Angebotsüberhänge nehmen nach weiteren coronabedingten Schlachtausfällen sogar zu und Vermarkter hoffen nun auf Absatzimpulse im Fleischgeschäft vor Weihnachten. Die Erzeugerpreise stagnieren auf schwacher Basis.
Ferkel Am heimischen Ferkelmarkt hat sich die Nachfrage etwas belebt, während die Angebotsmengen langsam zurückpendeln. Die Preise bleiben in der laufenden Berichtswoche auf unveränderter Basis.
Nutzkälber Das am Markt für Nutzkälber zur Verfügung stehende Angebot reicht weiterhin gut aus, um die Nachfrage zu decken. Die Preise ab Hof bleiben für alle Kategorien auf niedrigem Niveau stabil.
Eier/Geflügel Der Eiermarkt stabilisiert sich etwas. Die Adventszeit animiert die Verbraucher zu vorweihnachtlichen Backaktivitäten, daher ist die Nachfrage nach Eiern im LEH leicht gestiegen. Nach wie vor wird Biound Freilandware stärker nachgefragt; hier kommt es zu Engpässen, wogegen bei Bodenhaltungsware von Überhängen berichtet wird. Die laufende Woche brachte nahezu konstante Preise. Der Absatz der meisten Geflügelfleischprodukte im LEH kann als lebhaft bezeichnet werden. Insbesondere Gänse und Enten werden deutlich über Vorjahresniveau nachgefragt, feste Notierungen sind die Folge.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Die Geschäftstätigkeiten am regionalen Getreidemarkt haben sich bei schwächeren Vorgaben der Präsenzbörsen weiter rückläufig entwickelt. Im Handel stehen nun Dispositionen und die Abwicklung bestehender Kontrakte im Vordergrund. Nach einer starken Vermarktung in der Ernte und in den vergangenen Wochen, werden die Lagerbestände in der Landwirtschaft als nur noch begrenzt eingeschätzt. Die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft für die Restbestände ist bei rückläufigen Geboten für Brot- und Futtergetreide deutlich eingebrochen.
Futtermittel Die Kurse für Soja- und Rapsschrot pendeln sich auf hoher Basis ein und die Geschäftstätigkeiten am regionalen Futtermittelmarkt beschränken sich auf die Wintermonate. Auch für Mischfutter konzentriert sich die Nachfrage auf den prompten Bedarf, die Forderungen des Handels ziehen weiter an.
Kartoffeln Die stabile Markttendenz setzt sich fort. Die Nachfrage nach Speisekartoffeln ist weiterhin ruhig, wird aber von Marktbeteiligten als noch zufriedenstellend beurteilt. Der Markt bleibt durch das große Angebot aus den Überschussgebieten gut versorgt. So ist mit wesentlichen Preisbewegungen in nächster Zeit nicht zu rechnen. Die Qualitäten sind bis auf Drahtwurmschäden und eine teils geringere Keimruhe meist in Ordnung. Der Frischabsatz im Ab-Hof-Verkauf liegt situationsbedingt auf höherem Niveau.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 50/2020