Markttelegramm KW 50

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das Erzeugerangebot am regionalen Schlachtrindermarkt hat weiter zugenommen, während der Bedarf der Schlachtunternehmen eher rückläufig ist. Nach dem stockenden Absatz in der Zerlegung, kühlt nun coronabedingt auch das Metzgereigeschäft spürbar ab. In der Folge können sich die Auszahlungspreise für Jungbullen nur knapp behaupten, weibliche Kategorien hingegen mit teils deutlichen Abschlägen.
Schlachtschweine Auch am Schlachtschweinemarkt verlaufen die Fleischabsatzgeschäfte im Rahmen des Weihnachtsgeschäfts eher verhalten. Trotzdem wurde die angehobene Preisempfehlung der Erzeugergemeinschaften von den Vermarktern weitgehend akzeptiert. Vielfach konnten die Überhänge abgebaut werden.
Ferkel Das nicht allzu üppige Erzeugerangebot kann schlank am regionalen Ferkelmarkt platziert werden, die Nachfrage zieht an. Mit steigenden Preisen kann im Wochenverlauf gerechnet werden.
Nutzkälber Der Handel mit Nutzkälbern verläuft am heimischen Markt sehr ruhig. Angebot und Nachfrage sind überwiegend ausgewogen. Die Entwicklung bietet wenig Spielraum für Preisanhebungen.
Eier/Geflügel Eiermarkt freundlicher. Die Nachfrage im LEH zieht für Freiland- und Bioeier deutlich an. Auch die Verarbeitungsindustrie ordert mehr Ware. Das Angebot wird knapper, so dass mit steigenden Notierungen zu rechnen ist. Auch am Geflügelsektor hat sich die Nachfrage belebt. Saisongeflügel und Hähnchen werden rege nachgefragt, Putenfleischabsatz bleibt stabil. Die Preise konnten sich festigen, außer für Puten und Althennen.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Trotz schwächerer Vorgaben der Terminmärkte, tendieren die Erzeugerpreise für Brotgetreide und Braugerste am regionalen Getreidemarkt weiter fest. Besonders gesucht bleiben fortgesetzt hochwertige Weizen- und Braugerstenqualitäten mit teils kräftigen Aufgeldern. Futtergetreide bei schwacher Nachfrage der Verarbeiter mit rückläufigen Bewertungen. Das Geschäft an den Landlägern verläuft zunehmend ruhiger und das Angebot aus der Landwirtschaft flacht ab. Für die neue Ernte konnten bis zuletzt nennenswerte Mengen in die Bücher genommen werden, auch hier ist das Geschäftsinteresse zum Jahresende hin rückläufig. Alterntiger Raps ist kaum noch aufgerufen, notiert aber wieder stärker.
Futtermittel Die jüngsten Preiskorrekturen für Futtergetreide und die große europäische Maisernte finden bislang keinen nennenswerten Effekt bei den Kalkulationen der Futtermischer. Auch im laufenden Monat ziehen die Forderungen im regionalen Futtermittelhandel auf breiter Basis weiter an, vor allem die Proteinkomponenten verteuern Mischfutterprodukte. Ursache sind steigende Notierungen für Ölschrote und nach dem Betriebsausfall einer Ölmühle in Mainz, wird die Versorgungslage bei Soja- und Rapsschrot äußerst kritisch bewertet.
Kartoffeln Das Vorweihnachtsgeschäft läuft etwas lebhafter. Zypriotische Wintercrop erweitern nun auch im LEH die Angebotspalette zu Preisen um 2,50 €/kg. Die geplanten Preisanpassungen für heimische Lagerware werden sich bis zum Jahreswechsel nicht mehr umsetzen lassen. Änderungen werden erst für Speisekartoffeln aus Kistenkühllägern erwartet. Direktvermarkter melden gute Umsätze. Die Preise bewegen sich auf Vorwochenniveau.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 50/2021