Markttelegramm KW 50

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Der Fleischabsatz am Schlachtrindermarkt stockt und vom Weihnachtsgeschäft werden kaum mehr positive Impulse erwartet. Das Erzeugerangebot bleibt weiter gut ausreichend, weibliche Kategorien zunehmend mit Überhängen. Hier müssen Anbieter auch die stärkeren Preisabschläge in Kauf nehmen, aber auch Jungbullen können ihr Kursniveau in der laufenden Woche meist nicht halten.
Schlachtschweine Am Schlachtschweinemarkt ist in eine Seitwärtsbewegung getreten. Angebot und Nachfrage sind ausgeglichen, bei flottem Marktverlauf sind die Preise stabil. An der Schweinebörse gab es bei gestiegenen Preisen keine Überhänge. Von Abnehmerseite wird mit Verweis auf geänderte Verzehrgewohnheiten Druck aufgebaut. Für die laufende Woche wird mit unveränderten Preisen gerechnet.
Ferkel Der regionale Ferkelmarkt ist weiter nur knapp versorgt. Auch aus dem europäischen Ausland wird von lebhafter Nachfrage bei nicht zu üppigem Angebot berichtet. Auch auf dem gestiegenen Preisniveau wird von weiter gefestigten Notierungen ausgegangen.
Nutzkälber Am Kälbermarkt bleibt der Druck auf die Preise hoch, auch bessere Qualitäten sind betroffen. Die Nachfrage ist unterentwickelt, das Angebot zu groß. Durch die Neuregelung beim Transportalter wird der Marktverlauf in den ersten Januarwochen absehbar gestört werden.
Eier/Geflügel Der Eiermarkt ist weiterhin knapp versorgt. Die Nachfrage ist lebhaft, das Angebot ist durch die bekannten Produktionsausfälle reduziert. Verarbeiter konnten kaum Bestände aufbauen und sind weiterhin am Markt. Die Preise sind fest auf hohem Niveau, nur Verarbeitungsware konnte zuletzt noch zulegen. Für Enten und Gänse wird von schwierigen Absatzbedingungen gesprochen.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Der ruhige Marktverlauf am regionalen Getreidemarkt setzt sich fort. Abnehmer melden kaum Kaufinteresse und Erzeugerseitig nimmt die Abgabebereitschaft im fallenden Markt weiter ab. Die Erzeugerpreise für Brot-, Futtergetreide und Raps markieren nach Vorgaben der Matif und bei schwachen Impulsen am Kassamarkt, nun wieder den niedrigsten Stand seit der Ernte 22. Beim Futtergetreide sind die Rücknahmen deutlicher als beim Brotweizen, Qualitätsweizen ist etwas stabiler. Für Futtergetreide wird 2022 der niedrigste globale Endbestand seit 10 Jahren erwartet.
Futtermittel Günstigere Getreidekomponenten führen zu spürbaren Preisnachlässen am regionalen Markt für Futtermittel. Auch Rapsschrot wird nach der Korrektur am Rapsmarkt günstiger offeriert, Sojaschrot hat sich hingegen verteuert. Die Nachfrage bleibt schwach und auf den vorderen Bedarf beschränkt.
Kartoffeln Die Verbrauchernachfrage am Kartoffelmarkt ist weiterhin ruhig, auch das Exportgeschäft ist verhalten. Der LEH will mit günstigen Verpackungslösungen und 5 kg Packungsgrößen den Absatz fördern. Bei weiter ausbleibenden Bestellungen werden fallende Preise nicht mehr ausgeschlossen. Aktuell sind die Notierungen fest, Qualitätsmängel werden scharf bonitiert und mit Abzügen belegt. Im Norden des Berichtsgebietes wird von guten Qualitäten, aber auch von schnell keimenden Partien berichtet.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 50/2022