Markttelegramm KW 51

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Der regionale Schlachtrindermarkt bleibt auch in der letzten vollen Schlachtwoche vor den Feiertagen fest gestimmt. Die Fleischabsatzgeschäfte verlaufen den Umständen entsprechend zufriedenstellend und das Erzeugerangebot passt für den gedrosselten Bedarf der Vermarkter. Die Erzeugerpreise können sich nochmals über alle Kategorien gut behaupten.
Schlachtschweine Im Hinblick auf die fehlenden Schlachttage über die Feiertage spitzt sich die Lage am Schlachtschweinemarkt weiter zu. Die Angebotsüberhänge lassen sich nicht abbauen und trotz der lebhaften Fleischgeschäfte müssen Erzeuger weiter auf der niedrigen Preisbasis kalkulieren.
Ferkel Der regionale Ferkelmarkt erholt sich etwas. Der Absatz an Ferkeln entwickelt sich zügiger, so dass das zuletzt drängende Angebot besser am Markt platziert werden kann. Die Preise können sich in der laufenden Woche etwas festigen.
Nutzkälber Das heimische Nutzkälberangebot bleibt gut ausreichend. Der Marktverlauf ist nach wie vor ruhig, keine Nachfragebelebung in Sicht. Die Preise ab Hof tendieren auf schwachem Niveau seitwärts.
Eier/Geflügel Eiermarkt teils freundlicher. In der zurückliegenden Woche hat sich die Verbrauchernachfrage deutlich belebt. Die Ordermengen des LEHs nahmen zu. Bio- und Freilandware bleibt knapp. Die Nachfragebelebung hat jedoch noch keine festeren Notierungen bewirkt, die Preise bewegen sich auf Vorwochenniveau. Auch der Geflügelmarkt hat sich etwas stabilisiert. Hähnchenteile werden rege nachgefragt, ebenso Saisongeflügel. Bei Putenfleisch fehlt nach wie vor der Absatz im Außer-Haus-Verkauf. Die Preise für Geflügel ziehen etwas an.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Die Geschäftstätigkeiten am regionalen Getreidemarkt sind weiter rückläufig. Ein Großteil der Ernte 2020 ist vermarktet und im Handel stehen die Jahresenddispositionen im Vordergrund. Nach internationale Vorgaben haben sich die Erzeugerpreise für Brot- und Futtergetreide wieder befestigt, Impulse werden über eine steigende Exportnachfrage erwartet. Regionale Verarbeiter agieren hingegen weiter defensiv. Rapskurse nach Korrekturen nur knapp behauptend.
Futtermittel Nach einer Korrekturphase für Sojaschrot, zeigen sich die Ölschrotkurse zur Monatsmitte wieder befestigt. Rapsschrot bleibt dabei weiter knapp und die Anschlussversorgung im neuen Jahr ist nicht immer gesichert. Mischfutter wird ebenfalls fester bewertet und im Handel ziehen die Forderungen nochmals an. Vor allem Geflügelfutter über die Maisanteile teils erheblich verteuert. Teure Futtermittel und schwache Preise in der Veredlung verunsichern die Marktteilnehmer zunehmend.
Kartoffeln Das Tagesgeschäft mit Speisekartoffeln verläuft stetig aber noch überwiegend ruhig. Der Handel hofft auf Nachfrageimpulse im Vorweihnachtsgeschäft, zumal der Verbrauch im privaten Bereich durch den erneuten Lockdown ansteigen sollte. Heimische Ware dominiert das Angebot im LEH. Französische Importe ergänzen die Sortimente. Die Erzeugerpreise sind bis auf weiteres festgeschrieben. Auch die Verbraucherpreise zeigen wenig Tendenz zur Veränderung.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 51/2020