Markttelegramm KW 6

Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder In der laufenden Woche konnten Vermarkter weiteren Preisdruck am Schlachtrindermarkt aufbauen. Regional bleibt das Angebot in Teilbereichen weiterhin knapp, aber besonders im Metzgereigeschäft baut sich zunehmend Widerstand gegen das hohe Preisniveau auf. Schlachtkühe nur knapp ausreichend im Angebot und vergleichsweise stabil bewertet.
Schlachtschweine Der Schlachtschweinemarkt entspannt sich zunehmend, auch wenn das Lebendangebot weiter sehr umfangreich ausfällt. Spanisches Schweinefleisch sorgt fortgesetzt für Angebotsdruck im europäischen Markt, dennoch schreitet der Abbau von Überhängen voran. Aufgrund stabiler Tendenzen werden unveränderte Preise erwartet. An der Börse wurden zuletzt wieder Abschlüsse getätigt.
Ferkel Am überregionalen Ferkelmarkt hat sich die Nachfrage belebt und die Partien lassen sich nun wieder zügiger vermarkten. Die Notierungen können sich festigen, zur Vorwoche wird in der laufenden KW ein Aufschlag von 1,50 € erwartet. Regional bleibt das Angebot stark, die Nachfrage verhalten.
Nutzkälber Die Stückzahlen am regionalen Markt für Nutzkälber sind im Vergleich zur Vorwoche spürbar rückläufig. Die Einstallbereitschaft in der Rindermast bleibt ungebrochen hoch und der Handel läuft entsprechend flott. Vor allem gut mastfähige Tiere bleiben gesucht und fest bewertet, leichtere HF-Tiere bei stetiger Nachfrage meist gut behauptend.
Eier/Geflügel Der Eiermarkt bleibt fest im Griff der starken Konsumnachfrage. Die Versorgungslage ist begrenzt, vor allem KAT-Zertifizierte Eier bleiben in allen Haltungsformen Mangelware. Packstellen und freier Markt sind unterversorgt, insbesondere regional steht die Versorgung der Stammkundschaft im LEH im Vordergrund. Höhere Erzeugerpreise werden auf allen Handelsstufen akzeptiert. Erst mit den anstehenden Herdenwechseln und geplanten Produktionsausweitungen, ist mit einer verbesserten Versorgungslage zu rechnen. Auch am Geflügelmarkt führt das knappe Angebot zu stabiler Preisentwicklung.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Am Getreidemarkt bleibt es weiter bei ruhigem Geschäft, Kontraktabwicklungen stehen im Vordergrund. Die Futtermittelindustrie zieht stetig kleinere Mengen, die Erzeugerpreise können sich leicht festigen. Angesichts der Lagerbestände bei Handel und Landwirtschaft rechnen Marktteilnehmer mit einem erneuten, deutlichen Überhang aus der vergangenen Ernte; eine Erwartung die sich in schwachen Preisen für Ex-Ernte Kontrakte 26 wiederfindet. Raps baut seine Position erneut aus und zeigt sich nach der Korrektur in der Vorwoche wieder fester.
Futtermittel Das Rapsschrotangebot bleibt fortgesetzt begrenzt und die Nachfrage bei Konsum und Handel ungebrochen flott. Für die nächsten Wochen wird mit anhaltend festem Preisniveau gerechnet. Sojaschrot hingegen regional vernachlässigt, die Forderungen des Handels haben sich zuletzt befestigt. Trockenschnitzel bleiben fest bewertet, für die vordere Deckung bleibt das Angebot zunächst überschaubar.
Kartoffeln Der Kartoffelmarkt bleibt weiter ohne wesentliche Änderungen. Qualitätsaspekte treten zunehmend in den Vordergrund, vom Angebotsüberhang machen Top-Qualitäten nur einen kleinen Anteil aus. Französische Herkünfte finden zunehmend Eingang in den Handel, weitere Angebotsmengen könnten aus Überhängen/Übergrößen bei den Pflanzkartoffeln entstehen.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 6/2026