Markttelegramm KW 6

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Der Preiskampf großer Vermarkter in Norddeutschland beeinflusst weiterhin auch am regionalen Schlachtrindermarkt den Geschäftsverlauf. Einerseits freuen sich Erzeuger über weiter steigende Auszahlungspreise, andererseits können Vermarkter die steigenden Kosten bei saisonaltypisch schwachen Fleischgeschäften kaum kompensieren.
Schlachtschweine Durch den Wintereinbruch und damit einhergehende Einschränkungen in der Transportlogistik hat sich das Erzeugerangebot am Schlachtschweinemarkt ermäßigt. Trotzdem wird mit anhaltend schwacher Preisbasis gerechnet.
Ferkel Das regionale Ferkelangebot reicht insgesamt nur knapp aus um die rege Nachfrage zu bedienen. Ein Kurswechsel ist spürbar. Die Preise ziehen daher weiter an.
Nutzkälber Am heimischen Nutzkälbermarkt stehen sich Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüber. Gute Kälber sind gesucht und werden mit Aufpreisen honoriert. Für mittelmäßige und leichte Tiere bleiben die Preise weiterhin auf schwachem Niveau.
Eier/Geflügel Eiermarkt freundlich. Weiterhin lebhafte Verbrauchernachfrage im LEH. Die gestiegene Bedeutung der Käufe im LEH macht sich in einer regen Nachfrage nach Bio- und Freilandeiern bemerkbar. In diesem Segment bleibt Ware knapp und gesucht. Die Preise für Eier aller Kategorien ziehen spürbar an. Am Geflügelmarkt trifft das bestehende Angebot an Hähnchen- und Putenfleisch auf eine saisontypisch ruhigere Nachfrage. Die Preise halten sich auf dem Niveau der Vorwoche.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Der regionale Getreidemarkt ist aktuell durch die Hochwassersituation an Rhein und Mosel und dem Wintereinbruch stark in der Logistik eingeschränkt. Immerhin lassen sich trotz weiter steigender Offerten für Brot- und Futtergetreide kaum noch weitere Lagerpositionen mobilisieren; die Ernte 2020 ist weitgehend geräumt. Während die Mehlindustrie weiter gute Deckung signalisiert, bleiben vor allem holländische Futtermischer mit stetiger Nachfrage preisstützend. Die Rapskurse profitieren weiter von der knappen Versorgung, der Handel meldet steigendes Interesse an Kontrakten für die neue Ernte.
Futtermittel Die Einkaufspreise für Soja- uns Rapsschrot haben sich auf Rekordniveau eingependelt und das Termingeschäft ist zum Erliegen gekommen. Die teuren Rohstoffe führen auch beim Mischfutter zu weiteren Preissteigerungen. Bei der gleichzeitig schwierigen Erlössituation in den Veredlungsbetrieben wird insgesamt nur sehr verhalten disponiert und von der Hand in den Mund gelebt.
Kartoffeln Der Kartoffelmarkt ist ein wenig fester gestimmt. Die Nachfrage der Endverbraucher bleibt lebhafter als saisonüblich. Für Speisekartoffeln mit entsprechenden Qualitäten werden höhere Preise verlangt. Für pfälzische Lagerware wird ein Zuschlag von 2 €/dt umgesetzt. Das regionale Angebot nimmt ab. Deutsche Speiseware dominiert, der Importanteil im Sortiment steigt jedoch an. Zyprische Frühkartoffeln werden stärker beworben. Die Preise tendieren etwas fester.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
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 – LW 6/2021