Markttelegramm KW 6

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Die Nachfrage am Schlachtrindermarkt nimmt überregional weiter zu und das Erzeugerangebot deckt den Bedarf nur unzureichend. Heimische Vermarkter berichten von schwachen Margen in der Verarbeitung und müssen trotzdem auch in der laufenden Woche teils deutliche Aufpreise gewähren. Bei fortwährend knapper Versorgungslage in der EU, bleiben die Prognosen für Schlachtrinder langfristig fest.
Schlachtschweine Die ruinöse Erlössituation für die krisengebeutelten Schweinehalter hält weiter an und wird durch pandemiebedingt begrenzte Kapazitäten der Schlachtindustrie weiter verschärft. Trotz Aktionen im LEH verläuft auch das Fleischgeschäft nur verhalten und die Angebotsüberhänge am Lebendmarkt nehmen weiter zu. Ein Ende der Krise ist noch immer nicht in Sicht.
Ferkel Keine durchgreifende Änderung am Ferkelmarkt. Die Preise verharren weiterhin auf dem niedrigen Niveau der Vorwochen. Angebot und Nachfrage stehen sich ausgeglichen gegenüber.
Nutzkälber Stabile Verhältnisse am Nutzkälbermarkt. Das nicht allzu große Angebot kann gut vermarktet werden. Bessere Qualitäten bleiben gesucht und können durchaus mit Aufgeldern versehen werden.
Eier/Geflügel Die Nachfrage nach Eiern im LEH ist recht lebhaft. Die Verarbeitungsindustrie ordert stetig Ware und stützt somit den Markt. Bis auf Bioware sind Eier aller Kategorien ausreichend vorhanden. Die Preise dürften im Wochenverlauf etwas anziehen. Am Geflügelsektor werden Hähnchen- und Putenteile sowie Althennen zügig vermarktet. Die Preise tendieren fester, nicht zuletzt wegen der hohen Futterkosten.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Der Handel am regionalen Getreidemarkt verläuft in ruhigen Bahnen und die Turbulenzen an den Terminbörsen entfalten nur geringe Wirkung auf die hiesigen Notierungen. Die Schätzungen für die Restmengen der Ernte 2021 variieren, ein Großteil davon dürfte jedoch in Erwartung steigender Nachfrage und Preise erst im nächsten Quartal angeboten werden. Nominell geben die Erzeugerpreise daher vor allem für Brot- und Futtergetreide etwas nach, bei konkretem Bedarf werden jedoch teils erhebliche Prämien gewährt. Raps der alten Ernte ist weitgehend ausverkauft und wird regional kaum mehr besprochen. Die neue Ernte ist schon umfangreich gehandelt, attraktive Offerten bieten fortwährend Anreize weitere Teilmengen in die Bücher zu nehmen.
Futtermittel Trotz der hohen Forderungen für Raps- und Sojaschrot, hat die Nachfrage am regionalen Markt für Futtermittel zugenommen. Auch spätere Termine werden offeriert und abgerufen. Bei Mischfutter hingegen beschränkt sich das Engagement weiter nur auf das Tagesgeschäft.
Kartoffeln Die Nachfrage nach Speisekartoffeln im LEH läuft mehr oder weniger knapp zufriedenstellend. Daher ist die Marktversorgung problemlos möglich. Demgegenüber berichten Direktvermarkter von guten Umsätzen. Kühlhausware ist optisch nicht immer einwandfrei. Nur Top-Qualitäten erzielen Zuschläge von 4 €/dt. Die Verbraucherpreise bei Vollsortimentern ziehen etwas an, Discountpreise bleiben vorerst unverändert. Hochpreisige zyprische Importe bleiben in der Marktnische, französische Importe können etwas zulegen.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
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 – LW 6/2022