Markttelegramm KW 8

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Die Konkurrenz um das knappe Erzeugerangebot am deutschen Schlachtrindermarkt nimmt weiter zu. Die Erzeugerpreise steigen fast ungebremst weiter, aktuell sind vor allem Schlachtkühe stark gesucht. Die höheren Forderungen werden auf allen Vermarktungsstufen akzeptiert und der Fleischabsatz verläuft für die Jahreszeit ungewöhnlich flott.
Schlachtschweine Mit dem deutlich rückläufigen Erzeugerangebot, der festeren VEZG Preisempfehlung und positiven Impulsen bei der jüngsten Internet-Schweinebörse, hoffen Mäster auf eine nachhaltige Kehrtwende am Schlachtschweinemarkt. Die Fleischgeschäfte verlaufen jedoch weiter nur schleppend.
Ferkel Das regionale Angebot an Ferkeln trifft auf eine lebhaftere Nachfrage. Im Sog der anziehenden Schlachtschweinepreise, dürften auch die Ferkelnotierungen in der laufenden Woche deutlich angehoben werden.
Nutzkälber Das Angebot an Nutzkälbern ist nicht allzu üppig. Die Nachfrage nach guten Qualitäten nimmt zu, hierfür können auch deutliche Aufgelder erzielt werden. Insgesamt kann von einem freundlichen Marktverlauf gesprochen werden.
Eier/Geflügel Stetige, saisontypische Verbrauchernachfrage nach Eiern im LEH. Lebhafteres Interesse zeigt sich bei der Verarbeitungsindustrie, auch die Bestellungen der Färbereien stützen den Markt. Das knappere Angebot führt zu einer deutlichen Anhebung der Preise. Der Geflügelmarkt ist von der Aviären Influenza geprägt. Das eingeschränkte Angebot an Geflügelfleisch bedingt auch hier festere Notierungen.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Mit der weiteren Eskalation im Russland/Ukrainekonflikt bleibt die Entwicklung an den internationalen Getreidemärkten kaum überschaubar und die Volatilität an den Terminmärkten hält an. Regional schrumpft das Handelsvolumen weiter zusammen und die Offerten an den Landlägern behaupten das feste Niveau der Vorwoche. Vor allem Weizen besserer Qualität bleibt gesucht, auch wenn die Preisaufschläge nicht mehr so hoch sind wie zuletzt. Die Nachfrage der holländischen Futtermischer bleibt verhalten, Produktionsrückgang in der Veredlung und das günstigere Maisangebot bremsen den Bedarf. Die Rapskurse befinden sich wieder im Höhenflug, vor allem die neue Ernte bietet mit Preisen nahe der 600 EUR Marke ein äußerst attraktives Angebot.
Futtermittel Die Kurse für Soja- und Rapsschrot geraten nach jüngsten Wettermeldungen aus Südamerika in einen weiteren Auftrieb und die Forderungen im regionalen Futtermittelhandel ziehen entsprechend an. Mischfutter im Sog der verteuerten Rohstoffkomponenten ebenfalls im Preis ansteigend.
Kartoffeln Die Umsätze am Speisekartoffelmarkt verharren auf dem Niveau der Vorwochen. Die Marktversorgung ist problemlos möglich. Die Frühkartoffelpflanzungen in der Pfalz sind in überschaubarem Umfang angelaufen. Das Kaufinteresse für Frühimporte ist aufgrund hoher Preise derzeit noch gering. Französische Speiseware wird indes etwas stärker nachgefragt. Die Preistendenz ist weiterhin fest.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt