Sprung nach oben bei den Raps-Börsenpreisen
350Â Euro je Tonne in Kanada und 378Â Euro in Paris
Die Rapsnotierungen, sowohl im kanadischen Winnipeg als auch in Paris, haben Anfang Juni einen kräftigen Sprung nach oben gemacht. Benita Burghardt, AMI GmbH, Bonn, berichtet.
Foto: ami
Kassamarkt brachte zusätzlichen Auftrieb
Zusätzlicher Auftrieb kam vom Kassamarkt: Dort laufen die Umsätze aufgrund des sehr knappen Angebotes weiterhin nur schleppend. Selbst die in den vergangenen Wochen deutlich angehobenen Gebote können kaum Ware mobilisieren. Das liegt auch daran, dass sich die Vegetationsbedingungen für Raps wegen der anhaltenden Trockenheit zunehmend verschlechtern und sich Befürchtungen um Ernteverluste mehren. Auch wenn ein zuletzt wieder fester Euro Druck auf die Terminmarktnotierungen in Paris ausübte, ist der Preisspielraum nach unten in nächster Zeit wohl begrenzt und die Marke von 380 Euro je Tonne nicht in allzu weiter Ferne. Außerdem bleiben die Kassapreise wohl auf ihrem höheren Niveau.
Im Großhandel sind die Rapspreise in der ersten Juniwoche um 13 Euro je Tonne gestiegen und haben die Marke von 400 Euro je Tonne oft überschritten. Ähnlich kräftig wie die Preise für die alte Ernte zogen auch die Preise für Kontrakte auf die Ernte 2015 an. Diese lagen frei Erfasserlager im Durchschnitt bei 348 Euro je Tonne. Auch wenn das knapp 20 Euro je Tonne mehr sind als zum Vorjahreszeitpunkt, ist das Interesse der Erzeuger am Verkauf im Hinblick auf eine deutlich kleinere Rapsernte als im Vorjahr vergleichsweise gering.
– LW 24/2015