Umfrage deutet auf Ausweitung des Maisanbaus

Landwirte wollen Futtervorräte auffüllen

Die Landwirte in Deutschland werden den Maisanbau zur Ernte 2019 ausweiten. Wie das Deutsche Maiskomitee (DMK) am vergangenen Mittwoch (24.4.) unter Verweis auf eine repräsentative Umfrage der Kleffmann Group berichtete, dürfte das betreffende Areal gegenüber 2018 um voraussichtlich 54 000 ha oder 2,1 Prozent auf 2,66 Mio. ha ausgedehnt werden.

Die Zunahme des Maisanbaus ist aus Sicht der Bonner Maisexperten des DMK dadurch begründet, dass die Bauern ihre Silomaisvorräte wieder auffüllen wollen. Flächen, die durch Auswinterungen eventuell noch hinzukommen könnten, seien in dieser Prognose nicht eingerechnet. Rund 460 000 ha oder 17 Prozent der gesamten Maisfläche werden dem Maiskomitee zufolge auf Körnermais entfallen. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) liegt hier bei seiner aktuellen Prognose mit 448 100 ha etwas darunter.

Bundesweit insgesamt rund 2,20 Mio. ha Silomais

Laut DMK dürfte nach den Zahlen der Kleffmann Group auf bundesweit insgesamt rund 2,20 Mio. ha Silomais zur Verwertung als Futter sowie zur Biogaserzeugung angebaut werden. In den beiden Bundesländern mit den größten Maisarealen, Niedersachsenund Bayern, wird jeweils mit einer leichten Ausweitung gerechnet. Für Niedersachsen zeichnet sich nach der Umfrage gegenüber 2018 eine Vergrößerung des gesamten Maisanbaus um 0,6 Prozent auf gut 617 200 ha und für Bayern eine Zunahme der betreffenden Flächen um 1,1 Prozent auf rund 547 200 ha ab.

Noch höher fallen die Steigerungsraten in den östlichen Bundesländern aus, wo die landwirtschaftlichen Betriebe 2018 mit deutlich schwierigeren Bedingungen zu kämpfen hatten. So leitet sich nach DMK-Angaben aus den Umfrageergebnissen für Sachsen ein Flächenplus beim Mais von 13 Prozent auf fast 104 600 ha ab. Für Sachsen-Anhalt wird ein Zuwachs um 11 Prozent auf etwa 165 500 ha vorausgesagt. In Brandenburg und Thüringen wird Mais laut den umfragebasierten Prognosen auf rund 230 300 ha und 64 400 ha stehen; das wären 7,8 Prozent beziehungsweise 8,2 Prozent mehr als 2018. Moderater dürfte die Anbauausweitung in Mecklenburg-Vorpommern mit 2,5 Prozent auf 170 900 ha ausfallen.

Mit einer Verkleinerung wird dagegen in Nordrhein-Westfalen gerechnet, und zwar um 2,4 Prozent auf 287 000 ha. Für Baden-Württemberg wird ein Rückgang um 2,2 Prozent auf gut 189 500 ha erwartet, für Schleswig-Holstein eine Verringerung um 1,2 Prozent auf 179 600 ha.

age – LW 18/2019