Verbrauch von Flächen auf ein Minimum reduzieren

Junglandwirte diskutieren mit Vertretern von K+S

Junglandwirte aus dem Vorstand und Agrarausschuss der Hessischen Landjugend führte vergangen Woche ein erstes Informationsgespräch zum Vorhaben Fernleitung Oberweser der K+S Gruppe mit den Vertretern des Unternehmens Jörg Willecke und Andreas Fröhlich. Getreu dem Motto „redete mit uns satt über uns“ nahmen sich die Junglandwirte dem umstrittenen Thema an.

Die Gesprächsteilnehmer (v.l.) mit Jörg P. James Willecke (Leiter Projektkommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung, K+S), Andreas Fröhlich (Projektkommunikation und Öffentlichkeitsberatung, K+S) führten eine angeregte und kontroverse Diskussion mit Martin Knaust (stellvertretender Agrarsprecher), Jonas Müller (Agrarsprecher) und Lucas Otto (stellvertretender Landesvorsitzender).

Foto: Hessische Landjugend

Die Junglandwirte der Hessischen Landjugend sprachen sich für eine Favorisierung der lokalen Maßnahmen im hessisch-thüringischen Kalirevier aus. „Die Haldenbegrünung, Einstapelung flüssiger Rückstände und der Bau der Kainit-Kristallisation-Flotationsanlage ist klar zu bevorzugen“, sagte Jonas Müller, Agrarsprecher. Sollten die Maßnahmen nicht die erforderliche Reduzierung ermöglichen und damit der Bau der Fernleitung Oberweser unabwendbar werden, so sei der Verbrauch der landwirtschaftlichen Fläche auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, so Müller. Auch für die dann benötigten Ausgleichsflächen dürfe keine landwirtschaftliche Fläche verwendet werden. Ferner trugen die Junglandwirte konstruktive Vorschläge zur Aufwertung versiegelter Fläche und Haldenbegrünung vor.

hlj – LW 44/2017