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Ein dicker Bauch schadet der Gesundheit

Der aktuelle Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung belegt, dass Männer in allen Altersgruppen häufiger übergewichtig sind als Frauen. Zudem sind nor­mal­ge­wichtige Männer bereits ab 35 Jahren in der Minderheit. Bei Frauen liegt diese Grenze bei 55 Jahren.

Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) haben derart gravierende Auswirkun­gen, dass beispielsweise ein Übergewichti­ger mit 40 Jahren seine Lebenser­wartung um drei Jahre verkürzt. Aber nicht nur das Körpergewicht, sondern auch die Verteilung der Körperfettmasse schaden der Gesundheit. So sind die Risikofaktoren bei Personen mit viel Bauchfett besonders stark ausgeprägt. Erkrankungen wie Diabetes, Herz-, Kreislauf- sowie Krebs­erkrankungen, Gicht, Schlaganfall oder Störungen des Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels können die Folgen sein.

Die direkten Kosten für die Behandlung Übergewichtiger belasten das Gesundheitssystem mit schätzungsweise rund 530 Mio. Euro pro Jahr. Schließt man die Begleiterkrankungen mit ein, schätzt man die Kosten auf jährlich über 5 Mrd. Euro.

Jeder dicke Mensch hat es selbst in der Hand, sein Gewicht zu reduzieren. Er sollte jedoch nicht auf die Bewerbung von Crash-Diäten oder Abnehmmittelchen hereinfallen. Diese versprechen zwar viel Gewichtsabnahme in kurzer Zeit, schaden jedoch der Gesundheit. Wer sich für ein paar Wochen zwingt, nur spezielle Präparate zu schlucken oder nur einseitig zu essen, geht verantwortungslos mit seinem Körper um. Die Kilos werden zwar purzeln, kommen aber bestimmt – gegebenenfalls doppelt und dreifach – wieder. An einer Ernährungsumstellung und dem Einbau von Bewegung im Alltag geht kein Weg vorbei. Mehr dazu in Hof & Familie.

Stephanie Lehmkühler