Hohe Kornerträge in beiden Sortenprüfungen

Landessortenversuche Sommerhafer 2025

Die konventionelle Sortenprüfung beinhaltete 2025 neun Sommerhafersorten. Alle Prüfsorten sind Gelbhafersorten (Spelzenfarbe gelb). Ende 2024 wurden vom Bundessortenamt keine neuen Hafersorten zugelassen. Daher befinden sich auch keine Neuzulassungen in der Sortenprüfung 2025. Über die Ergebnisse der Landessortenversuche berichtet Katja Lauer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück.

Zur Ernte 2025 wurden in Rheinland-Pfalz knapp 5 000 ha Hafer angebaut, von denen sicherlich ein Großteil als Futterhafer in der Pferdehaltung eingesetzt wird.

Foto: Dr. Herrmann, LLH

Der Anteil von Hafer an der Getreidefläche in Deutschland ist gering und beträgt nur knapp 3 Prozent (Datengrundlage 2024). Dennoch boomen Lebensmittel auf Haferbasis. Die Nachfrage spiegelt sich 2025 auch in den Anbauzahlen wider: Mit bundesweit 186 700 Hektar verzeichnet Hafer als einziges Sommergetreide einen Zuwachs der Anbaufläche von zirka 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Rheinland-Pfalz ist Hafer als Marktfrucht nur in wenigen Betrieben etabliert. Die Gründe hierfür sind die zum Teil fehlende ökonomische Konkurrenz­fähigkeit gegenüber anderen

Kulturen sowie die schwer abschätzbaren Anbau- und Vermarktungsrisiken (Ertragsschwankungen, Preisentwicklung) beziehungsweise die hohen Qualitätsanforderungen im Schälhaferanbau.

Zur Ernte 2025 wurden in Rheinland-Pfalz knapp 5 000 ha angebaut, von denen sicherlich ein Großteil als Futterhafer in der Pferdehaltung eingesetzt wird. Der Anteil von Öko-Hafer an der gesamten Hafer-Anbaufläche liegt in Rheinland-Pfalz bei zirka 24 Prozent. Die Kornerträge waren 2025 hoch: Sie lagen landesweit im Schnitt bei 59 dt/ha und somit 10 dt/ha höher als im fünfjährigen Durchschnitt.

In Rheinland-Pfalz wurden im Anbaujahr 2025 zwei konventionelle und eine ökologische Sortenprüfung durchgeführt. Die ökologische Sortenprüfung ist nicht Bestandteil dieser Veröffentlichung. Die Ergebnisse finden Sie jedoch unter: www.oekolandbau.rlp.de/.

 – LW 4/2026