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Silomais behauptet seinen Spitzenplatz

Der Silomais stellt nach wie vor die wichtigste Energiepflanze in unseren Breiten dar – sei es zur  Fütterung leistungsfähiger Milchviehherden oder zur Verwertung in einer Biogasanlage. Obwohl mittlerweile zahlreiche Alternativen von Raps bis zu Miscanthus verfügbar sind, wird das vorerst so bleiben, denn der Mais erzielt hohe Biomasseleistungen, und das auch in schwierigen Jahren, wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat.
Trotz des extrem trockenen Aprils, der schon eine Futterknappheit befürchten ließ, konnte 2007 eine gute bis sehr gute Maisernte eingebracht  werden.
Der Anbauumfang wurde im vergangenen Jahr bundesweit nochmals um rund 10 Prozent erhöht. Ein Grund ist sicherlich die Variationsbreite bei der Verwertung: Bei entsprechenden Sorten, die sowohl eine Silo- als auch Körnernutzung zulassen, kann noch in der Ernte entschieden werden, ob man Silomais häckselt oder einzelne Flächen bis zur Körnerreife stehen lässt.  Letzteres hat in diesem Jahr vermehrt stattgefunden, als die Silos gefüllt und noch immer Bestände nicht geerntet waren.
Mit dem weiterhin hohen beziehungsweise noch steigenden Anteil des Maises an der Fruchtfolge und auch mit dem tendenziell milderen Klima breiten sich aber auch Schädlinge und Krankheiten, die in vielen Gebieten bisher quasi unbekannt waren, weiter aus. Gerade bei den auch für Mais gestiegenen Preisen sind unter den ebenfalls weiter steigenden Produktionskosten Ernteausfälle durch solche Schaderreger nicht akzeptabel. Auch hier stellt die Sortenwahl einen wichtigen Punkt im Paket der Gegenmaßnahmen dar.
Die Ergebnisse der Landessortenversuch Silomais 2007 finden Sie in dieser Ausgabe ab Seite 9, die für Körnermais folgen nächste Woche im LW 2.                     
Karsten Becker