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Klare Spielregeln für den Scheitholzmarkt

Ja, es ist zu heiß, um sich über das Brennholz Gedanken zu machen, doch der nächste Winter kommt bestimmt. Und es machen sich viele Menschen über das Brennholz Gedanken: So wurde auf der KWF-Tagung in Schmallenberg erstmals eine Prozesskette zur Brennholzgewinnung vorgestellt (s. S. 24). Es lohnt sich nun auch, mit großen Maschinen Brennholz aufzuarbeiten. Und vergangene Woche fand in Bad Wildungen eine Fachtagung zum Thema Qualitätssicherung im Scheitholzmarkt statt (s. S. 22). Das Thema ist brandaktuell. Denn noch immer werden die Verbraucher mit unterschiedlichen Maßeinheiten, wie Schüttraummeter, Raummeter und Festmeter, verwirrt und darüber hinaus mit mehr oder weniger getrocknetem Scheitholz konfrontiert. Wer nicht weiß, dass 1 Srm gleich 0,7 Rm und gleich 0,5 Fm sind, zahlt schnell mehr. Nun droht die nächste Verwirrung für die Verbraucher: Ein Dschungel von Gütesiegeln, Zertifizierungen und Selbstverpflichtungen stürzt auf den Scheitholzmarkt.
So beabsichtigt der Bundesverband Brennholz, ein Gütesiegel auf den Markt zu bringen. Das Ziel ist, sich von der Masse abzuheben und bessere Preise zu erzielen. Manche Scheitholzhändler verpflichten sich selbst zu bestimmten Kriterien.
Auch die EU beschäftigt sich mit Scheitholz. Die erste Norm ist im Rahmen der Feinstaubverordnungen auf dem Weg, Vorschläge können noch eingebracht werden. Die neue EU-Scheitholznorm, die prCEN TS14961, könnte für Klarheit beim Verbraucher sorgen, wenn diese praxistauglich ist.
Das wäre zu wünschen, schließlich werden schon heute mehr als 21 Mio. Fm Holz in Deutschland zum Heizen verfeuert. Bei steigenden Rohölpreisen werden es bald noch mehr sein. Da müssen künftig klare Spielregeln auf den Markt.

 

Elke Setzepfand