Kanadisches System kaum auf Europa übertragbar

In der Diskussion um den Milchmarkt der Zukunft werden angesichts des Auslaufens der jetzigen EU-Milchquotenregelung im März 2015 verschiedene Systeme diskutiert, mit deren Hilfe die Anlieferungsmengen gesteuert und so der Markt weiterhin reguliert werden sollen. Hierbei wird oft das kanadische Milchpreis- und Milchquotensystem als Beispiel angeführt. Wie dies aussieht, und inwieweit es auf die EU übertragbar wäre, wird im Folgenden geschildert (weitere Modelle werden in den nächsten Ausgaben vorgestellt).

Auf dem Milchmarkt in Kanada existiert ein striktes Quotenregime, das durch Anreize und Sanktionen gesteuert wird.
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Ziel der kanadischen Marktordnung war und ist es, den Landwirten aber auch den Verbrauchern des nordamerikanischen Landes stabile Preise zu bieten. Diese Stabilität und ein relativ hoher Auszahlungspreis, der im Milchwirtschaftsjahr 2006/2007 (1. August bis 31. Juli) im Landesschnitt bei umgerechnet 44,4 Eurocent pro Kilogramm bei 3,6 Prozent Fett lag, lassen das System für hiesige Milcherzeuger attraktiv erscheinen. Die jetzige kanadische Milchmarktordnung wurde 1970 eingeführt. Die wichtigsten Elemente sind ein sehr wirksamer Außenschutz, ein halbstaatliches Preisfestsetzungssystem sowie eine sehr genau auf den Inlandsbedarf ausgerichtete Milchquotenmenge. Den kompletten Artikel lesen im passwortgeschützen Bereich hier oder im aktuellen Heft LW 33/2008 Seite 20 und 21.