Schweineauktionen in Limburg

Eber kosteten zwischen 500 und 600 Euro, Sauen 400 Euro

Zwei Zuchtschweine- und sechs Qualitätsferkelauktionen fanden seit Juni diesen Jahres in den Markthallen Limburg statt. Trotz schwieriger Absatzlage wurden alle Auktionen nahezu geräumt.

Piétrain-Eber aus der Herdbuchzucht Jürgen Förger, Schupbach, wechselten zu Preisen zwischen 500 und 600 Euro in den Kreis Limburg, nach Mittel- und Nordhessen und nach Rheinland-Pfalz. Immer handelte es sich um Nachkommen der betriebseigenen Stammeber Vocaro und Monte. Herausragende Mastleistungsdaten und Schlachtkörperbewertungen standen im Einklang mit dem jeweiligen Exterieur der Jungeber. Dominiert haben Länge, Fleischfülle und Trockenheit. Ältere und damit auch schwerere Eber fanden schneller entschlossene Käufer als leichtere, junge noch nicht voll entwickelte Jungeber.

Die Durchschnittspreise für tragende Sauen lagen im Juli und September bei 400 Euro. Es gab wenig Abweichungen nach oben oder unten, wenn, dann waren diese durch die jeweiligen Tragezeiten bestimmt. Nachdem die Nachfrage fast zum Erliegen gekommen war, erholt sie sich gegenwärtig im Hinblick auf absehbar festere Ferkelpreise. Die aufgetriebenen Sauen kamen ausschließlich aus den Herdbuchzuchten Dieter Belz, Storndorf, Thomas Eller, Schupbach, Holger Heckelmann, Panrod, Manfred Krippner, Herbelhausen und Ernst Ludwig Schmidt, Nauheim. Beschicker der Limburger Ferkelauktion sowie Stammkunden aus Südhessen und Rheinland Pfalz wetteiferten um den Zuschlag zu eigens festgesetzten nach oben begrenzten Steigpreisen.

Ungedeckte Jungsauen für 250 bis 270 Euro versteigert

Martin Luke, Wenden, Dieter Lenz, Bad Hersfeld, und die Limburger Auktionsbeschicker Andreas Brückel, Werner Dittmar, Christoph Hufs­ky und Herbert Litzinger ersteigerten die vorselektierten Grup­pen ungedeckter Jungsauen in der Preisspanne 250 bis 270 Euro pro Tier.

Mäster stallen derzeit wenig Ferkel ein

Die bis vor wenigen Wochen gestiegenen Mastschweinenotierungen haben Ferkelerzeugern zwar leicht gestiegene Ferkelpreise beschert, die Einstallbereitschaft der Mäster lässt jedoch leider zu Wünschen übrig. Viele haben den Betriebszweig Schweinemast eingestellt. Fast immer aber gab die unbefriedigende Erlössituation der letzten Monate den Anstoß. Die Preise für Limburger Ferkel bewegten sich in letzter Zeit zwischen 1,7 und 2 Euro pro kg, je nach Gewicht, Aussehen, Gleichmäßigkeit und Gruppengröße der angebotenen Buchten. Bei allen Bemühungen, Kunden zufriedenzustellen und Neu­kunden zu wer­ben, wird es schwieriger, Marktverläufe vorherzusagen. Angebot und Nachfrage unterliegen einem globalen Marktgeschehen. Prognosen gelten nur noch für kurze Zeit und Preisspekulationen bringen Unruhe und Un­gewissheit in die für die Unternehmensführung so notwendigen Betriebsentscheidungen.

Fest stehen dagegen die nächsten Auktionstermine. Am kommenden Mittwoch, dem 26. November findet die Jahresabschlussauktion für Zuchtschweine statt. Leistungsstarke Piétrain-Jungeber mit guten Tageszunahmen und Rückenmuskelflächen von fast 70 cm² sind genauso im Angebot wie stressstabile, tragende und ungedeckte DL-Jungsauen. Die Abferkeldaten liegen zwischen Ende November und Ende Dezember. Alle Ungedeckten sind vorselektiert und geohrmarkt, sie sind zwischen sieben und acht Monaten alt. Informationen:  06431/5529 oder  0160/4715762. Die Jahresabschlussauktion für Qualitätsferkel findet am 17. Dezember statt.

Zimmermann, llh