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Umrauscher im eigenen Betrieb unter die Lupe nehmen

Die Zahl lebend geborener Ferkel in den Betrieben ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen, genauso wie die Zahl der abgesetzten Ferkel. Letztere ist beispielsweise im Rheinischen Erzeugerring für Qualitätsferkel in den letzten vier Wirtschaftsjahren von 21,02 auf über 23,37 Ferkel geklettert, das waren 11,2 Prozent mehr. Tiergenetik, Herdenmanagement und Tiergesundheit haben sich also grund­sätzlich verbessert. Parallel sind allerdings auch die Umrauscherquoten nach oben gegangen. Bei den Altsauen der gleichen Quelle sind diese in den letzten vier Jahren von 13,8 auf 15,4 Prozent gestiegen. Hier liegen in einigen Betrieben noch Reserven, die es zu mobilisieren gilt, denn diese Tiere blockieren bis zur nächsten Trächtigkeit teuren Stallplatz, ohne zu produzieren. Das kann sich ordentlich auf die Wirtschaftlichkeit auswirken: 5 bis 5,80 Euro kostet eine um einen Tag längere Zwischenwurfzeit.

Angesetzt werden sollte beim Besamungsmanagement. Dieses kann oft noch verbessert werden. Wird die Brunst richtig erkannt? Wird der Besamungszeitpunkt korrekt gewählt? Bei den Altsauen sollte beispielsweise in drei Kategorien unterschieden werden: Tiere mit frühem, mittelspätem und spätem Brunsteintritt, was Auswirkungen auf die Häufigkeit und den Zeitpunkt der Besamungen haben sollte. Hier steht und fällt alles mit der Qualität der Aufzeichnungen. Beispielsweise darüber, wann die Brunst bei den einzelnen Sauen eintritt und wie lange sie dauert. Daraus können wichtige Erkenntnisse für die nächsten Besamungen abgeleitet werden. Wie an das Problem zu hoher Umrauscherquoten herangegangen werden kann, zeigt unser Beitrag ab Seite 9.

Marion Adams