Kadaverlagerung in Schweinebetrieben verbessern

Die Lagerung und Abholung verendeter Tiere kann in vielen Betrieben deutlich verbessert und vereinfacht werden.Eine gute Lösung ist auf dem Foto zu sehen. Der findige und handwerklich geschickte Schweinehalter hat eine wasserdichte Wanne in den Boden eingelassen und nutzt das Erdreich als natürliche Kühlung. Gerade in den Sommermonaten zahlt es sich aus, wenn sich das Kadaverlager an einem kühlen und schattigen Platz befindet. Fehlt ein solcher schattiger Platz, sind in Lagernähe gepflanzte Bäume und Sträucher eine willkommene Alternative. Zum Öffnen des Kadaverlagers wird die isolierte Abdeckung mittels einer motorbetriebenen Seilwinde komplett nach oben gezogen, wobei auch die senkrechte Wand mit dem Griff zum „Deckel“ gehört. Die Abdeckung selbst schließt die Wanne dicht ab, sodass Schadnagern und Fliegen der Zugang verwehrt bleibt.

Das verendete Tier kann ebenerdig entladen und in die tiefer gelegene Wanne befördert werden. Zum Verladen wird die Wanne vom Tierkörperbeseitigungsunternehmen aus der Erde gehoben und mittels Seil über dem Sammelbehälter auf dem Transporter geöffnet. Egal für welche Konstruktion man sich entscheidet; in jedem Fall sollte die Entnahmetechnik mit dem Entsorgungsunternehmen abgesprochen werden, so dass die Halterungen zueinander passen. Praktisches Detail am Rande: Rechts zu sehen ist die „Rohrpost“, bestehend aus einem auf einen Pfahl befestigten Kunststoffrohr. Hier kann der Fahrer alle Formulare regensicher deponieren und erspart dem Landwirt lästiges Suchen. Maßfeller/Hilgers