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Gut informiert sein vor der Umstellung auf Melkroboter

Die Zahl der Melkroboter ist in den letzten Jahren stark gestiegen. In Hessen beispielsweise sind jetzt 80 Roboter in Betrieb. Bei einer Investition in ein Auto­matisches Melksystem ist eine sorg­fältige Auseinandersetzung mit dem Thema das A und O. Denn Kühe und Landwirt müssen mit dem neuen System zurechtkommen. Neben techni­schen Tücken und Tieren, die sich nicht vom Automaten melken lassen wollen, müssen viele Daten interpretiert werden, die der Roboter laufend ausspuckt. Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen bietet für Landwirte aus allen Bundesländern ein Beratungs­angebot an, bei dem die Vermittlung von Fach­informationen und der Erfahrungsaustausch der Roboter-Betriebe untereinander im Vorder­grund stehen. Kaufwillige Betriebe, die sich dort finden, neh­men zudem vor der An­schaffung eine gemeinsame Aus­schreibung vor, was Preisvorteile bringt (siehe Seite 18). Gezeigt hat sich: Je besser die Landwirte informiert sind, desto reibungsloser laufen die Roboter und desto kürzer ist die Umstellungsphase.
Weidehaltung und Melkroboter passen nicht sonderlich gut zusammen, heißt es immer wieder. Dass das Gegenteil der Fall ist, beweist dieser Betrieb: Markus Legge aus dem Rheinland hat für seine 115 Kühe auf einer 40 Hektar großen, voll arrondierten Weidefläche zwei Melk­roboter aufgestellt und betreibt dort erfolgreich ein Vollweidesystem. Mehr dazu ab Seite 12. Augenmerk sollte auch auf die Fütterung gelegt werden. Dass die Kühe freiwillig zum Roboter gehen müssen, verführt dazu, dort zu viel Kraftfutter anzubieten. Dies kann jedoch zu Pansenübersäuerung und einer schlechten Klauengesundheit führen, mit allen Schwierigkeiten, die daraus resultieren. Empfehlungen dazu ab Seite 14. 
Marion Adams