„Das hat meine Oma früher auch gemacht“

Trocknen von Obst war früher Bestandteil der Vorratshaltung

Die Apfelschalen wurden früher möglichst in einer Spirale vom Fruchtfleisch geschält und dann ebenso wie die Apfelringe zum Trocknen aufgehängt. Mit Wasser aufgebrüht ergeben die Apfelschalen einen schmackhaften Wintertee.
Foto: Gisela Tubes

Das ganze Jahr über waren die Menschen früher auf die Selbstversorgung angewiesen. Ernährten sie sich im Frühjahr, Sommer und Herbst vorwiegend von den Pflanzen und Früchten, die auf dem Feld, im Garten und auf der Obstwiese geerntet werden konnten, musste im Winter vor allem auf die Vorratshaltung zurückgegriffen werden. Gisela Tubes beschreibt im Folgenden die Methoden der Vorratshaltung durch Trocknen beziehungsweise Dörren früher und heute.

Bei der Vorratshaltung früher hat man sich verschiedener Techniken bedient. Am einfachsten war das Einlagern von Möhren oder Kartoffeln in Erdmieten im Freien. Zwiebeln, zu einem Zopf gebunden und aufgehängt, konnten den ganzen Winter über verbraucht werden. Eier hielten sich durch das Einlagern in trockenem Getreide einige Wochen frisch, wurden aber auch eingelegt. Im Winter kam gepökeltes oder geräuchertes Fleisch auf den Tisch; Schmalzbrote waren an der Tagesordnung. Gemüse, wie zum Beispiel Kohl, konnte durch Einsäuerung haltbar gemacht werden. Spätreifendes Obst wurde eingelagert. Eine viel praktizierte Methode war das Trocknen. Fleisch, Fisch und Pilze wurden so haltbar ge-macht, vor allem aber Kräuter, Hülsenfrüchte und Obst.

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