Eine schöne Unbekannte

Pentas blüht im Winter

Es ist merkwürdig, wie manch lange recht beliebte Pflanzen plötzlich in der Versenkung verschwinden, um nach einiger Zeit ein überraschendes Comeback zu feiern. Pentas ist so eine. Wahrscheinlich hat das mit dem Wiederaufleben von Wintergärten zu tun, denn die sind ideale Aufenthaltsorte für diese schöne, winterblühende Topfpflanze.

Pentas können im Sommer auch draußen stehen.
Foto: imago

Der botanische Name Pentas kommt vom griechischen pente = fünf und bezieht sich auf die Form der Blüten, die am Ende der Triebe in doldenförmigen Blütenständen erscheinen mit deutlicher Fünfzahl der zu Röhren verwachsenen Blütenblätter. Die Farbe der Blüten va­ri­iert stark. Es gibt weiße, hellrosa, fleischfarbene, tiefrosa, sogar karminrote. Pflanzen mit kräftigen Blütenfarben werden ve­ge­tativ durch Stecklinge vermehrt.

Pentas ist im tropischen und subtropischen Afrika sowie in angrenzenden Gebieten zu Hause, verbreitete sich jedoch als Freilandpflanze in wärmeren Zonen weltweit. Man begegnet ihr also ziemlich oft. Es handelt sich um einen Halbstrauch, der mit 30 bis 60 Zentimeter nicht sehr hoch wird. Zunächst aufrecht wachsende Triebe neigen sich im Laufe der Zeit nach unten. Sie tragen gegenständige, längliche, elliptische, dicht behaarte Blätter. Weil die Pflanzen in gärtnerischer Kultur oft mit Wachstumshemmern behandelt werden, ändert sich das gedrungene Aussehen, wenn deren Einfluss nachlässt. Pentas blühen von September bis Februar.

Das Geheimnis des Erfolges im Umgang mit diesen Pflanzen beruht auf einem hellen, im Winter jedoch vergleichsweise kühlen Platz bei zwölf bis 15 Grad Celsius und ständig ausreichender Feuchtigkeit ohne jede Spur stauender Nässe. Pflanzen, die man blühend kauft, sind vom Sommer her ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Erst nach einigen Wochen düngt man vorsichtig nach.

In kühlen Zimmern, hellen Fluren und Treppenhäusern, aber vor allen Dingen in nicht zu warmen Wintergärten entfalten Pentas-Pflanzen die Pracht ihrer winterlichen Blüten als angenehme Ergänzung zu den bekannteren Winterblühern. Es müssen ja nicht immer nur Kalanchoe, Azaleen, Weihnachtssterne, Amaryllis, Weihnachtskaktus und Co. sein.

Nach der Blütezeit wird in frisches Substrat umgetopft. Zugleich werden die vorjährigen Triebe um die Hälfte zurückgeschnitten. Nach Mitte Mai können die Pflanzen an einen etwas geschützten Platz nach draußen, werden reichlicher gegossen und regelmäßig gedüngt. Ilse Jaehner