Sie sind hier:  » Startseite » Zur Sache » 25/08 Schulkinder

Schulkinder zu guten Leistungen motivieren

Ein Umfrageergebnis des Kinderbarometers 2007 belegt, dass Schulversagen die größte Angst neun- bis 14-jähriger Schüler ist. Kein Wunder, schließlich werden die Anforderungen an die Schüler immer höher. Leistungs- und No­tendruck entstehen beispielsweise durch die verkürzte Schulzeit, durch hohe Erwartungshaltungen von Familien und Lehrern oder eine vollge­stopfte Freizeit. Zusätzlicher Druck entsteht durch Hänseleien: Jedes dritte befragte Kind wurde im Verlauf einer Woche von anderen Kindern bloßge­stellt. Erschreckend hoch ist mit 20 Prozent der Anteil der Schüler, die sich von Lehrern blamiert fühlen.
Mehr als früher sind Eltern daher heute gefragt, ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen. Werden die Kinder bereits während des laufenden Schuljahres zu guten Leistungen motiviert, halten sie dem Notendruck besser stand. Sie können dann auch einmal eine schlechte Note gut wegstecken und leichter wieder ausbügeln. Versagensangst kommt so erst gar nicht auf.
In manchen Familien ist es üblich, gute Zensuren mit Geld zu belohnen – sowohl die Noten von Klassenarbeiten als auch die Zeugnisse. Andere Familien lehnen Geldbeträge für gute Noten grundsätzlich ab. Dies ist eine individuelle Entscheidung. Dafür spricht, dass eine Taschengeldaufbesserung bei den Kindern immer willkommen ist und der Anreiz auf ein paar Euro tatsächlich die Leistung verbessern kann. Dagegen spricht, dass sich manche Kinder durch Geld nicht zu besseren Leistungen motivieren lassen beziehungsweise es innerhalb einer Familie Kinder mit unterschiedlichen Begabungen geben kann. Ein Vergleich der Noten wäre nicht gerecht.
Hilfreiche Tipps für den Umgang mit der Belohnung von Zeugnisnoten erhalten Sie in der Rubrik Hof & Familie.
Stephanie Lehmkühler