Mit 10 000 Hektar noch immer Schlusslicht

Landessortenversuche zu Winterroggen 2018/2019

Im Erntejahr 2019 wurde der Winterroggenanbau in Rheinland-Pfalz auf rund 10 000 ha ausgedehnt. Dies entspricht einer Zunahme von 11,5 Prozent zu 2018. Dennoch hat der Winterroggen von allen Wintergetreidearten den geringsten Anbauumfang. Mit 63 dt/ha lagen die Roggenerträge in diesem Jahr knapp unterhalb des Fünfjahresmittels. Katja Lauer, Dr. Herbert von Francken-Welz und Marko Goetz vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück informieren über die Ergebnisse der diesjährigen Landessortenversuche.

Mit 63 dt/ha lagen die Roggenerträge in diesem Jahr knapp unterhalb des Fünfjahresmittels.
Foto: Dr. Herrmann

In den rheinland-pfälzischen Landessortenversuchen zur Ernte 2019 wurden insgesamt neun Roggensorten, sieben Hybriden und zwei Populationssorten, in jeweils zwei Intensitätsstufen an zwei Versuchsstandorten geprüft und beerntet. Als neu zugelassene Hybridsorten wurden KWS Trebiano und Piano erstmals in den Landessortenversuchen geprüft.

In Rheinland-Pfalz werden vor allem Roggenhybriden angebaut. Dies ist nicht verwunderlich, denn die Hybridsorten sind den Populationssorten ertraglich deutlich überlegen. In diesem Jahr liegen die Leistungen der geprüften Hybriden im Landessortenversuch in Stufe 2 rund 20 dt/ha über den Populationssorten. In der Regel reicht die Ertragsüberlegenheit aus, um die Mehrkosten für das teurere Saatgut zu decken.

Die Erträge 2019 im Überblick

Im aktuellen Prüfjahr erzielen die Verrechnungssorten SU Cossani, KWS Daniello und KWS Binntto im Mittel der zwei ausgewerteten Versuchsstandorte bei intensiver Bestandesführung 95,8 dt/ha. Die Ertragsunterschiede von Stufe 1 zu Stufe 2 liegen im Schnitt der zwei Standorte zwischen 1 und 10 Prozent. Die höchsten Mehrerträge durch Fungizidmaßnahmen erreichen KWS Eterno und SU Cossani, den geringsten Mehrertrag erzielt die Neuzulassung KWS Trebiano.

 – LW 36/2019