Hohe Erträge entziehen viel an Mikronährstoffen

Mikronährstoffe im Getreide adäquat ersetzen

Sind nicht genügend Mikronährstoffe für die Pflanze verfügbar, können diese nicht das volle Potenzial ihres Energiehaushalts ausschöpfen. Eine ausgewogene Mikronährstoffversorgung sichert daher nicht nur Erträge, sondern verbessert wesentlich die Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit, Frost und Krankheiten.

Die Blattdüngung mit Mikronährstoffen orientiert sich nach Entwicklungsstadium des Getreides und ist abhängig von äußeren Stressfaktoren.

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Mikronährstoffe können Getreidebestände stabilisieren und vitalisieren, wodurch sie Erträge sichern und die Lageranfälligkeit senken. Viele Mikronährstoffe sind in Pflanzenenzymen enthalten, die fast alle Vorgänge im Stoffwechsel der Pflanze katalysieren. Sie spielen weiterhin eine wichtige Rolle im Stoffwechsel, indem sie als Aktivatoren oder Inhibitoren für enzymatische Prozesse fungieren. Zudem sind sie auch an dem Aufbau der Pflanzenzellwände beteiligt und beeinflussen die Gewebebildung sowie die Bildung von Hormonen und Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger.

Mikronährstoffe gewinnen zunehmend an Bedeutung, da die immer steigenden Pflanzenerträge zu erhöhtem Mikronährstoffentzug führen. Gleichzeitig überwiegt die Gabe von einseitigem Dünger und Kalk, die oftmals arm an Mikronährstoffen sind. Und die zunehmende Forschung zu Mikronährstoffen in der Ernährung von Tier und Mensch führt dazu, dass deren Funktionen besser erforscht sind und deren Bedeutung zunehmend erkannt wird. Zu den Mikronährstoffen im Getreide gehören Bor, Molybdän, Mangan, Kupfer und Zink.

Julia Nick, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Diagnoselabor Bad Kreuznach – LW 16/2026