Jetzt stechen sie wieder

Naturheilkundliche Mittel, um sich vor Zecken zu schützen

Mit dem Frühjahr startet auch die Saison für Zecken. Der beste Schutz vor einem Zeckenstich, der Entzündungen und Krankheiten mit sich bringen kann, ist das Tragen geeigneter Kleidung: langärmelige Oberteile, lange Hosen und feste Schuhe. Nach jedem ausgedehnten Naturbesuch sollte man zusätzlich den Körper nach Zecken absuchen. Möglichkeiten, Zeckenstiche auf naturheilkundlicher Basis abzuwehren und durch Zecken übertragene Erkrankungen zu lindern, liefert nachfolgend LW-Autorin Uta Parzefall.

Es gibt viele Zeckenabwehrsprays und -cremes, die meisten schneiden in Tests nicht sehr gut ab. Zu den effektivsten zählen das rein pflanzliche „Antibrumm naturel-Spray“. Es riecht gut für Menschen und hält Zecken fern. Die auf der Flasche angegebene Zeit ist jedoch etwas zu hoch gegriffen, der Schutz hält für etwa drei Stunden an. Ebenso zu empfehlen ist „Zanzarin Zeckenschutz Biolotion“, die Zecken etwa drei Stunden fernhält. Sie muss auf den Körper, besonders die Beine, aufgetragen werden. Im Gesicht kann sie etwas brennen, da sollte man aufpassen. Bei den chemischen Sprays zählt das „Autan-Spray“ zu den effektivsten, die Wirkung hält mit fünf bis sechs Stunden etwas länger an als die der natürlichen Mittel.

Homöopathische Unterstützung

Um den Körper vor eventuell eindringenden Borrelien und anderen Erregern zu schützen, kann man eine homöopathische Prophylaxe einnehmen. Gegen Borrelien gibt es ein spezielles Mittel: „Borrelia C200“ als homöopathische Kügelchen, sogenannte Globuli. Diese kann man entweder prophylaktisch am Anfang des Frühjahres einmalig einnehmen oder erst bei einem Zeckenstich. Eine einmalige Gabe von fünf Globuli ist ausreichend. Bei einer ärztlichen Borreliose-Diagnose kann man die Gabe wiederholen. Das Mittel unterstützt den Körper, gegen Borrelien besser gerüstet zu sein.

Allgemeiner gegen Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, wie FSME, kann „Zecke C30“ oder „Zeckenbissfibernosode“ eingenommen werden, ebenfalls einmalig zur Vorbeugung und die Wiederholung nur im Fall einer positiven ärztlichen Diagnose. Damit ein Zeckenstich besser abheilt, wird eine einmalige Einnahme von „Ledum C30“ empfohlen, gleich nach dem Stich.

Borrelien bekämpfen

Hat man eine akute oder chronische Borreliose, kann man die schulmedizinische Therapie naturheilkundlich unterstützen. Besonders in Mode ist zurzeit die Kardenwurzel, die als Tee getrunken oder als Tinktur eingenommen wird. Sie hilft, den Körper gegen die Erreger zu stärken und bekämpft zugleich die Bakterien. Ein ausführliches Buch gibt es dazu von Wolf Dieter Storl mit dem Titel „Borreliose“ (siehe Buchtipp). Wichtig ist, die Einnahme über einen sehr langen Zeitraum hinweg durchzuführen, auch wenn man keine Symptome verspürt, da die Bakterien in einer Art Ruhestadium verharren können und später wieder aktiv werden und neue Symptome auslösen können. Je nachdem wie chronisch die Borreliose ist, kann die Einnahmedauer bis zu Jahren betragen. Bei einer akuten Borreliose spürt man relativ schnell Erleichterung, sollte aber ebenfalls lange, das heißt über Monate die Einnahme fortführen. Eine andere Möglichkeit, Bakterien wie Borrelien zu bekämpfen, ist die Einnahme von kolloidalem Silber. Das ist eine Art natürliches Antibiotikum, das auch Viren und Pilze abtötet. Es wurde viel eingesetzt, bevor die synthetischen Antibiotika auf den Markt kamen und wurde von diesen verdrängt, nicht allein weil die Herstellung von kolloidalem Silber früher sehr teuer war. Jetzt wird die Anwendung wieder beliebter, da es mittlerweile günstiger herzustellen ist und es die körpereigenen Abwehrkräfte im Gegensatz zu chemischen Antibiotika nicht beeinträchtigt. Es sollte aber unbedingt sauber hergestellt werden, da sonst auch schädliche Stoffe, wie Silbersalze oder Silberproteine, entstehen können. Daher ist die beste Möglichkeit, eine Apotheke zu finden, die kolloidales Silber selbst herstellt, anstatt eine unklare Bezugsquelle zum Beispiel aus dem Internet zu suchen. Es sei gleich darauf hingewiesen, dass es bislang leider nur wenige Apotheken gibt, die diese Lösungen herstellen können. Zur Behandlung von Borrelieninfektionen sollte dreimal täglich ein Teelöffel einer 10 bis 15 ppm-Lösung eingenommen werden. Nach etwa drei bis vier Wochen kann die Dosis auf zweimal einen Teelöffel reduziert werden.

Stärkung der Abwehrkräfte

Wichtig bei Borrelien und anderen Infektionen ist eine Stärkung der Abwehrkräfte. Diese kann man durch Pflanzen stärken, die das Immunsystem aufbauen. Dazu gehören besonders Wasserdost, Cystus und Sonnenhut. Wasserdost und Cystus kann man als Tee bekommen und dreimal täglich eine Tasse davon trinken. Sonnenhut gibt es in Form von Fertigarzneimitteln als „Echinacin“, oder in Kombination mit anderen abwehrkräftesteigernden Pflanzen als „Esberitox“.

Bei einer diagnostizierten oder ausgebrochenen Borrelieninfektion empfiehlt sich die Kombination von ein bis zwei homöopathischen Mitteln, einem bakterien­abtötenden Mittel und einem Abwehrkräfte steigerndem Mittel. Will man eine Borreliose abwehren oder heilen, muss man sehr hartnäckig und langwierig behandeln, auch wenn man sich schnell wieder besser fühlt. Dann hat man Aussichten, die Krankheit auszuheilen. Uta Parzefall

FSME

Die FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis) ist eine von Viren verursachte Form der Hirnhautentzündung. Die Risikogebiete können Sie hier abrufen. LW