Landjugend und FDP im Gespräch

Landjugend trifft Landtagsabgeordnete in Wiesbaden

Im Rahmen der Aktion „Landjugend im Gespräch“ traf sich eine Delegation von acht Landjugendlichen aus Vorstand und Agrarausschuss der Hessischen Landjugend mit der Landtagsabgeordneten der FDP Wiebke Knell in Wiesbaden.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde beiderseits stellte sich die Sprecherin für den ländlichen Raum, Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frauen, Gleichstellung und Diversity den brennenden Themen der Landjugendlichen. „Gemeinsam mit dem Hessischen Jugendring und anderen Hessischen Jugendverbänden machen wir uns derzeit stark, die Jugendförderung im finanziellen Bereich zu steigern. Sowohl die Arbeit unserer qualifizierten Mitarbeiter, aber auch Freizeit- und Weiterbildungsmaßnahmen wollen finanziert werden“, so Lars Döppner und Lisa Kamm, die beiden Landesvorsitzenden der Hessischen Landjugend.

Ausbau der Infrastruktur für Digitalisierung

Aber auch beim Thema Digitalisierung, Internet und Infrastruktur wurde der Abgeordneten auf den Zahn gefühlt. „Ich bin da ganz auf eurer Seite und auch bei der Fraktion ist das Thema ein Dauerbrenner. Ich bin aktuell viel in Hessen unterwegs und besuche die Kreisbauernverbände, um genau über dieses Thema zu sprechen. Wir wollen das Land attraktiv machen, sorgen aber nicht für den notwendigen Fortschritt. Die FDP steht neben dem Ausbau der Digitalisierung aber auch gerade für junge Familien ein. Wir müssen uns darum kümmern, dass Krippen- und Kindergartenplätze vorhanden sind und auch eine Ganztagsbetreuung möglich ist“, so die gebürtige Schwälmerin.

Brauchtumspflege und Hofübergabe

Benedikt Linke, Beisitzer im Vorstand der Hessischen Landjugend, und Lisa Kamm besuchten die junge Politikerin in ihrer Tracht, um auch auf das Thema Brauchtumspflege aufmerksam zu machen. Das Thema „Queere Jugendarbeit“ und die sexuelle Orientierung spielen für Knell in ihrer politischen Arbeit weniger eine Rolle. „Die FDP steht für eben jene Gruppen ganz selbstverständlich. Eine Neigung oder geschlechtliche Zuordnung bestimmt nicht die politischen Fähigkeiten eines Menschen.“

Auch auf agrarpolitischer Ebene konnten die anwesenden Junglandwirte, Junglandwirtinnen und Knell Parallelen feststellen. Sei es bei der Wolfsdebatte oder der vermehrten Flächenversiegelung. Aber auch die Bedingungen bei der Übernahme eines Hofes durch junge Hofnachfolger sehen beide Gesprächspartner als verbesserungswürdig an.

Gespräche mit Politikern

Die Reihe „Landjugend im Gespräch“ wird auch in den kommenden Wochen weitergeführt und so erwarten die verschiedenen Arbeitsbereiche der Landjugend weiterhin spannende Gespräche in Wiesbaden.

hlj – LW 37/2019