Zwei blattgesunde Neuzulassungen

Landessortenversuche Wintertriticale 2024 / 2025

Die Kulturart Triticale ist ursprünglich durch die Kreuzung zwischen Weizen als Mutter und Roggen als Vater entstanden (Triticum = Weizen, Secale = Roggen). Ziel dieser Kombination zweier Getreidearten war, die positiven Eigenschaften beider Elternformen (Ertragspotenzial, Proteingehalt und -qualität des Weizens und die Anspruchslosigkeit des Roggens) in einer Art zu vereinen. Die heutigen im Anbau befindlichen Triticale-Sorten sind sogenannte Rekombinationstriticale, die durch Kreuzung zweier Triticale-Stämme entstanden sind.

Der Grundstein für hohe Triticale-Erträge wird mit zertifiziertem und gebeiztem Saatgut einer leistungsfähigen, an den Standort angepassten Sorte gelegt

Foto: landpixel

Die Anbaufläche von Wintertriticale in Rheinland-Pfalz beträgt 2025 zirka 16 400 ha. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anbaufläche damit beinahe unverändert. Die höchste Anbaudichte findet man in Rheinland-Pfalz in Regionen mit Viehhaltung und Biogasanlagen: Rund 32 Prozent der Anbaufläche konzentrieren ich auf die Landkreise Bitburg-Prüm und Bernkastel-Wittlich. Sommertriticale hat ein deutlich geringeres Ertragspotenzial als Wintertriticale und hat in Rheinland-Pfalz keine Anbaubedeutung (200 ha insgesamt, davon zirka 130 ha im Landkreis Trier-Saarburg).

Große Teile der Triticale-Ernte werden in Rheinland-Pfalz für die eigene Verfütterung im Veredlungsbetrieb genutzt oder an Futtermühlen für Kraftfuttermischungen verkauft. Der Futterwert ist etwa dem Futterwert von Weizen gleichzusetzen. Ganzpflanzensilage aus Triticale (Ernte in Milchreife) wird als Grundfutter für Wiederkäuer oder als Biogassubstrat eingesetzt.

Katja Lauer, Dienstleistungs­- zentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück – LW 35/2025