Sommerölfrüchte schnitten relativ gut ab

LSV Sonnenblumen und Sommerraps zur Aussaat 2019

Über die aktuellen Sortenversuche und Sortenempfehlung zu den Sommerölfrüchten berichten Dr. Stefan Weimar, Dr. Herbert von Francken-Welz und Marko Goetz vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück in Bad Kreuznach.

Im LW-Gebiet konzentriert sich der Sonnenblumen-Anbau auf die klimatisch begünstigten Regionen des Rheintalgrabens. Foto: agrar-press
Foto: agrar-press

Der Anbau von Sonnenblumen erstreckte sich 2018 bundesweit auf insgesamt 19 400 ha und übertraf damit das Niveau des Vorjahres um rund 1400 ha. Gut drei Viertel der Anbaufläche an Sonnenblumen befindet sich derzeit in den neuen Bundesländern mit einem deutlichen Schwerpunkt in Brandenburg, gefolgt von den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Sachsen.

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg konzentriert sich der Anbau von Sonnenblumen im Umfang von etwa 800 ha auf die klimatisch begünstigten Regionen des oberen Rheintalgrabens. Die sich rasch erwärmenden Böden gewährleisten dort eine zügige Jugendentwicklung im Frühjahr und eine rechtzeitige Abreife unter möglichst trockenen Erntebedingungen im Frühherbst. In Rheinland-Pfalz lag der durchschnittliche Kornertrag an Sonnenblumen in den Jahren 2007 bis 2017 bei 31,2 dt/ha.

Für den praktischen Anbau stehen konventionelle Sorten zur Verfügung, deren Fettsäuremuster durch einen Anteil an ungesättigten Fettsäuren in Höhe von etwa 15 bis 20 Prozent Ölsäure und bis zu etwa 70 Prozent Linolsäure gekennzeichnet ist. Als Mindestanforderung bei der Vermarktung gilt ein Ölgehalt von mehr als 44 Prozent auf der Basis von maximal 9 Prozent Kornfeuchte und 2 Prozent Fremdbesatz. Aufgrund der wirtschaftlichen Vorzüglichkeit hat sich die Praxis derzeit auf den Anbau von gestreiftsamigen konventionellen Sorten oder von „High-Oleic“- beziehungsweise HO-Sorten ausgerichtet.

 – LW 5/2019