Ein neues Gatter für ein altes Problem

Erfahrungen mit Fingergattern in Kanada

Ob am Ausgang eines Automatischen Melksystems (AMS), in AMS-Betrieben mit gelenktem Kuhverkehr oder im Rücktrieb von konventionellen Melkzentren – Einwegtore kommen täglich in vielen Betrieben zur Steuerung des Kuhverkehrs zum Einsatz. In Nordamerika wurde in den letzten Jahren durch das steigende Interesse an AMS ein neues Gatter entwickelt, das Fingergatter. Benedikt Rodens zeigt, für welche Zwecke es geeignet ist.

Kühe bevorzugen größere Boxen

Praxisversuch zu Liegeboxenabmessungen durchgeführt

Größe und Gestaltung von Liegeboxen für Kühe sind in Deutschland nicht bundesweit einheitlich geregelt. In Niedersachsen gibt es die Tierschutzleitlinie für die Milchviehhaltung, die konkrete Boxenmaße für den Stallneubau vorgibt. In anderen Bundesländern existieren lediglich Beratungsempfehlungen. Holstein Friesian-Kühe sind in den letzten 30 Jahren deutlich größer und schwerer geworden. Damit entsprechen viele Altbauten aus den 1970/80er Jahren heute nicht mehr den Anforderungen und die Kühe „passen“ schlecht in die Boxen. Britta Aillaud und Prof. Steffen Hoy, Universität Gießen, haben das Liegeverhalten von Kühen untersucht und berichten über die Ergebnisse.

Schlachtrinderpreise Ende Mai mit leichten Aufschlägen

Auch Schlachtfärsenpreise festigten sich

Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben sich Ende Mai gut behauptet. Nach Angaben der EU-Kommission stieg der EU-Durchschnittspreis für Jungbullen der Handelsklasse R3 im gewogenen Mittel der Mitgliedstaaten in der Woche zum 27. Mai saisonal um 0,1 Prozent auf 378,22 Euro je 100 kg Schlachtgewicht (SG).

Hitzestress durch aktive Luftführung verringern

Wärmebelastung für Kühe ist im Sommer hoch

Milchviehställe werden in der Regel durch eine Trauf-First-Lüftung frei gelüftet. Besonders im Sommer reicht vielfach der Luftaustausch und die Temperaturabsenkung nicht aus, was sich in einem Rückgang der Futteraufnahme der Kühe und somit einer niedrigeren Milchleistung sowie Fruchtbarkeitsproblemen widerspiegelt. Zur Verbesserung der Lüftung können technische und bauliche Maßnahmen ergriffen werden, die Alfons Fübbeker, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, im Folgenden erläutert.

Aktuelle Vererber für Frühjahr und Sommer

Bullenempfehlungen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

In der April-Zuchtwertschätzung wird jährlich die Basisanpassung durchgeführt. In diesem Jahr ist auch die Schätzformel für die Nutzungsdauer (RZN) auf die reine Nutzungsdauer in den ersten drei Laktationen angepasst worden. Für das Frühjahr und den Sommer 2018 haben die Tierzuchtberater der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz die nachfolgend beschriebenen Bullen aus dem nationalen und internationalen Angebot herausgesucht. Diese Empfehlung enthält schwarzbunte und rotbunte Holstein-Bullen, unterteilt in töchtergeprüfte, genomische und Hornlos-Vererber sowie Bullen mit besonders hochwertigem Exterieur. Heinrich Schulte, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, gibt einen Überblick.

Fix zum perfekten Futtermix

Gute Arbeitsorganisation und passender Wagen wichtig

Die Futtervorlage mit einem Futtermischwagen zu organisieren ist heute kaum noch wegzudenken. Aber was muss berücksichtigt werden, wenn in diese Technik investiert werden soll? Thomas Bonsels vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen erläutert im folgenden Beitrag die Vor- und Nachteile konventioneller Futtervorlagesysteme und gibt Tipps, worauf zu achten ist.

Frühlaktation – eine Zeit mit schweren Hürden

Problem ist nicht nur die negative Energiebilanz

Kühe erbringen für die Milchbildung bei den vorhandenen hohen Milchleistungen eine extrem hohe Syntheseleistung, was die Tiere stark beansprucht. Die Zusammenhänge dazu und was vorbeugend getan werden kann, um den Stress zu reduzieren, erläutert Prof. Katrin Mahlkow-Nerge, Fachhochschule Kiel.

Auch Kühe müssen in Form bleiben

Körperkondition regelmäßig systematisch beurteilen

Nur mit gesunden Kühen ist eine lange Nutzungsdauer, eine hohe Lebensleistung und eine effiziente Milchproduktion möglich. Da die Körperkondition der Milchkuh maßgeblich die Gesundheit der Tiere beeinflusst, ist es unabdingbar, diese regelmäßig zu überprüfen, um frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Dr. Detlef Kampf gibt Tipps für die Durchführung der Körperkonditionsbeurteilung.

Kühe auf die Weide und alles ist gut?

Weidegang positiv für Gesundheit, bietet aber Herausforderungen

Der Anteil der Milchkühe mit Weidegang lag nach der aktuellsten Erhebung des Statistischen Bundesamtes 2010 im Schnitt in Deutschland bei 42 Prozent. Sibylle Möcklinghoff-Wicke vom Innovationsteam Milch Hessen erläutert, was es bei der Weidehaltung zu beachten gilt.

Gut ein Drittel der Rinder nach Italien verladen

Unterschiedliche Qualitäten bei der Zuchtviehauktion in Alsfeld

Das teuerste Rind der Zuchtviehauktion vergangene Woche in Alsfeld bot der Betrieb Hochgrebe, Haubern, zum Verkauf an. Die großrahmige langgestreckte Balisto-Tochter konnte mit einer Einsatzleistung von knapp 40 Liter überzeugen.

Von der Rohrmelkanlage zum Melkroboter

Erfahrungen eines hessischen Betriebes zur Umstellung

Die Umstellung vom konventionellen Melkstand auf ein automatisches Melksystem (AMS) bedeutet sowohl für den Betriebsleiter als auch für die Kühe eine erhebliche Veränderung in allen Bereichen. Das gesamte Herdenmanagement muss umgestellt werden, und die Kühe müssen lernen, den Melkroboter selbstständig und in regelmäßigen Intervallen aufzusuchen. Meistens wird von der Laufstallhaltung mit Melkstand auf ein AMS umgestellt.

Mehr Lebensqualität, aber auch höhere Kosten

Umstellung auf den Melkroboter mit Herausforderungen

„Der Roboter ist Belastung und Entlastung zugleich“, sagt Hans-Christoph Gill. Seit November 2016 übernimmt das automatische Melksystem auf dem Weidenhof bei Hans-Christoph und seiner Frau Annika Gill sowie Mutter Monika Gill in Bodenheim vor den Toren von Mainz das Melken der 220...