DLG-Feldtage stellen sich Herausforderungen
Übernächste Woche geht´s los: Die DLG-Feldtage öffnen ihre Tore – diesmal wieder am Stammsitz in Bernburg, Sachsen-Anhalt, wo das Internationale Pflanzenbauzentrum (IPZ) der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft praxisnahe Pflanzenbauforschung, Projekte und Wissenstransfer verbindet.
Die Landwirtschaft sieht sich heute vielen Problemen gegenüber: Der Klimawandel erfordert Anpassungen, die Möglichkeiten im chemischen Pflanzenschutz werden immer weiter eingeschränkt – ebenso wie die Beiz-Alternativen – die Düngung darf immer seltener am wirtschaftlichen Optimum orientiert werden und die Bürokratie ufert trotz gegenteiliger Versprechen seitens der Politik weiter aus.
Wenn Aufgeben keine Option ist, muss man diese Hindernisse als Herausforderungen begreifen und konstruktiv an Lösungen arbeiten. Hierzu sind die DLG-Feldtage die richtige Adresse, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren. Über 300 Aussteller werden laut DLG ihre Lösungsansätze in den Bereichen Züchtung, Pflanzenschutz, Düngung, Landtechnik und Digitalisierung präsentieren.
Ein Beispiel ist die „FarmRobotix: Guided Tour“ am 17. und 18. Juni. Hier erfahren interessierte Teilnehmer bei einem Rundgang, wie Digitalisierung und Robotik den Pflanzenbau verändern. In nur einer Stunde zeigen fünf Aussteller, wie
Landwirtschaft 4.0 heute schon funktioniert.
Eine Schlüsselrolle für die Landwirtschaft der Zukunft kommt der Pflanzenzüchtung zu, denn sie muss die Sorten liefern, die all diesen Anforderungen genügen und unter schwierigeren Bedingungen sichere Erträge liefern. Zahlreiche Züchterhäuser werden ihre neuen Sorten auf den Feldtage präsentieren. Entscheidend wird hier sein, dass die Branche auch innovative Züchtungsmethoden einsetzen darf, um einerseits die notwendigen Züchtungsfortschritte zu erreichen und andererseits international wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch für solche politischen Botschaften bieten die Feldtage eine Plattform.
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Karsten Becker – LW 23/2026
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