Was bleibt zu guter Letzt von 2025?

Kürzlich hat das Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) aktuelle Zahlen des Landwirtschaftlichen Produktionswertes 2025 veröffentlicht. Sie wurden vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) geschätzt. Demnach hat die deutsche Landwirtschaft im vergangenen Jahr einen Wert von 76,8 Mrd. Euro erzeugt, rund 1,3 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Mit 43,9 Mrd. Euro gingen die Landwirte in Vorleistung, indem sie die Produktionsmittel bezahlten. So bleiben noch 32,9 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung für die Betriebe. Erstmals stammen mehr als die Hälfte des Produktionswertes aus der Tierproduktion, vor allem vom Rindfleischmarkt.

Im Pflanzenbau sah es im vergangenen Jahr mau aus. Ob Getreide, Kartoffeln oder Gemüse, sie alle verloren deutlich. Bei Getreide und Kartoffeln war eine Überproduktion zu verzeichnen, die dazu führte, dass die Landwirte keine auskömmlichen Preise erhielten. Im Gemüsebau war deutlich zu spüren, dass sich die Verbraucher zurückhielten und die Lebensmitteleinzelhändler (LEH) zudem zu Saisonbeginn vermehrt Ware aus dem Ausland in die Regale legten, da sie mit diesen höhere eigene Margen erwirtschaften können. Das Preisniveau blieb mit Beginn der Hauptsaison bis zu zwanzig Prozent unter dem Vorjahresniveau, verzeichneten die Erzeuger in der Pfalz. Nur der Spargel konnte das Vorjahresniveau erreichen.

Laut Statistischem Jahrbuch Landwirtschaft 2025 erwirtschaftete der Gemüsebau in Deutschland 4,6 Mrd. Euro und der Obstbau 1,08 Mrd. Euro. Die zwei Vorjahre sahen besser aus. Der Gemüsebau in der Pfalz erwirtschaftet rund 400 Mio. Euro pro Jahr. Geld, das in der Region bleibt, das in Form von Investitionen und Löhnen die ganze Region am Laufen hält. Doch dies ist nur möglich, wenn die heimischen Erzeuger von ihren Erlösen leben können. Unterdessen steigen aber die Mindestlöhne und die Betriebsmittelkosten. Dies ist der Hauptgrund für die abnehmende Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Die Schere zwischen Produktionskosten und erzielbaren Preisen öffnet sich weiter und belastet die Zukunftsfähigkeit vieler Betriebe. Viele Betriebe schreiben rote Zahlen.

Elke Setzepfand – LW 3/2026