Kameras und KI fürs krümelige Beet
Es gibt immer mehr Hack-Maschinen, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten. Sie übernehmen, was die Saisonarbeitskräfte von den Betriebsleitern an Anweisungen erhalten haben: Die Kulturpflanze muss bleiben, das Unkraut kommt raus. Jede der ab Seite 26 vorgestellten Hack-Maschinen kann so auf viele Kulturen trainiert werden. Mehrere Maschinenhersteller sprachen von Einsätzen im Gewürz- und Arzneipflanzenanbau im aktuellen Jahr. Auch hier konnten gute Ergebnisse erzielt werden. Und ob dann die Technik mittels Laser, Spotspraying, herkömmlicher Mechanik mit Hackmessern oder Spezialarmen erfolgt, das entscheidet der Betriebsleiter. Meist wird gewählt, was am besten zu den angebauten Kulturen und zum Betrieb passt. Die Auswahl ist derzeit sehr groß wie sich am Feldtag Gemüsebau in Schifferstadt zeigte. Manche Maschinenhersteller gehen wieder einen Schritt zurück, was die Technik angeht. Die Betriebsleiter wollen wichtige Einstellungen selbst vornehmen können: Mit einem Schraubenschlüssel. Die Zeiten der übermäßigen Elektronik und deren Kinderkrankheiten in den Maschinen sind vorbei. Oft war von stehenden Maschinen die Rede, die zwar teuer waren, aber nicht immer einsatzbereit, wenn sie es sein sollten.
Darauf lassen sich viele Betriebsleiter nicht mehr ein. In den aktuellen schweren Zeiten, wo hohe Betriebs- und Personalkosten den geringen Erlös auffressen, schauen die Betriebsleiter doppelt darauf, was sie für ihr Geld bekommen. Mancher Maschinenbauer hat Nachfolgeprobleme, andere sind in Schieflage geraten. So ist auch die Landtechnikbranche in großem Umbruch. Ein Grund sind Investoren, die mit viel Geld Firmen aufkaufen und sich so eine Zukunft in der Landtechnikbranche sichern wollen. Diese Aufkäufe wirbeln nun das bisherige Vertriebssystem der Landtechnikhändler durcheinander. Sodass der ein oder andere mit neuen Vertriebspartnern sein Verkaufsgebiet erweitert und in bislang fremden Gebieten agiert. Nichts ist in Stein gemeißelt, vieles ist im Umbruch und wer eine neue Maschine kauft, die vier oder sechs Arbeitskräfte einspart, der muss mehr denn je darauf achten, dass der Service im Anschluss gewährleistet ist.
Elke Setzepfand – LW 38/2026
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