Welcher E-Traktor passt zu meinem Betrieb?

TFZ veröffentlicht Ergebnisse einer Marktrecherche

Wer sich überlegt, einen E-Traktor zu kaufen, sieht sich einer wachsenden Bandbreite an Herstellern, Leistungsklassen und Modellen gegenüber. Die Suche nach dem passenden Gerät, das den eigenen Bedürfnissen entspricht, ist daher oft sehr zeitaufwendig. Wissenschaftler des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) haben eine detaillierte Marktübersicht zusammengestellt, die E-Traktoren und andere elektrifizierte Landmaschinen auflistet, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind. Die als Excel-Tabelle veröffentlichte Übersicht kann nach eigenen Bedürfnissen gefiltert werden.

Ein E-Traktor mit vollelektrischem Antriebsstrang: Der TADUS T16.20. Dieser E-Traktor erscheint neben weiteren in der vom TFZ veröffentlichten Excel-Übersicht mit elektrischen Fahrzeugen für die Landwirtschaft.

Foto: TFZ

Welche Hersteller bieten welche Modelle zum Kauf an? Welche Leistung hat die Maschine? Wie lange kann mit einer Batterieladung gearbeitet werden? Auf diese und weitere Fragen soll die Übersicht Antworten liefern. „Der große Vorteil ist, dass sich jeder genau das herausfiltern kann, wonach er sucht“, so Josef Witzelsperger, Landwirt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am TFZ. In der Liste sind neben E-Traktoren beispielsweise auch elektrifizierte Hoflader, Teleskoplader oder Futtermischwagen aufgeführt.

Liste wird laufend aktualisiert

Die Rechercheergebnisse richten sich an Interessierte aus der Land- und Forstwirtschaft, die sich einen grundlegenden Überblick über am Markt verfügbare Maschinen verschaffen möchten. „Neben den technischen Details haben wir auch Links zu den Internetseiten der Hersteller und zu herstellerunabhängigen Berichten aufgenommen“, so Witzelsperger weiter. Die Liste wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert

Vor allem im unteren Leistungssegment wächst das Angebot an Kleintraktoren sowie Hofladern, die mit elek­trischem Strom aus einem Batterie­speicher angetrieben werden, kontinuierlich. Die Marktrecherche erfasst den Status quo an E-Antrieben in der Landtechnik und ist Basis für weitere Forschungsarbeiten im Projekt TrAkzeptanz. So beschäftigen sich die Wissenschaftler mit der Frage, ob Landwirte erneuerbare Antriebe in der Landtechnik annehmen und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die Akzeptanz weiter zu steigern.

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat finanziert und durch den Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung betreut. Das TFZ arbeitet im Forschungsverbund mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Fachgebiet Marketing und Management Nachwachsender Rohstoffe sowie dem Bundesverband Bioenergie e. V. (BBE) zusammen.

Die Excel-Übersicht kann unter www.tfz.bayern.de heruntergeladen werden.

pm/LW – LW 11/2026