Hühnern das Richtige zu picken anbieten

Bedarfsgerechte Geflügelfütterung war Thema einer Tagung

Eine bedarfsgerechte Fütterung trägt maßgeblich zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Legehennen bei. Auf der Tagung des Landesarbeitskreises Fütterung im Baden-Württembergischen Neuhausen ging es unter anderem um N-reduzierte Fütterung, Eierschalenstabilität und Faserbestandteile im Futter. Annette Mayer fasst die Inhalte der Vorträge zusammen.

Gefahr einer Infektion mit Endoparasiten bei Freilandhaltung von Hennen hoch

Dem Wurm auf der Spur

Als Endoparasiten werden Parasiten bezeichnet, die sich im Tierkörper aufhalten. Hierzu gehören beim Geflügel vor allem Einzeller, wie Kokzidien und Histomonaden (Erreger der Schwarzkopf-Krankheit), Rundwürmer (wie Blinddarmwürmer, Spulwürmer und Haarwürmer) sowie Bandwürmer und Saugwürmer. Je nach Parasit und Alter der Tiere kann es durch einen Parasitenbefall zu Durchfall, Leistungseinbußen bis hin zu hohen Tierverlusten kommen.

Freilandhennen gegen Räuber schützen

Greifvögel, aber auch Raubsäuger sorgen für Tierverluste

Raubvögel und -säuger werden in Beständen mit Freilandhennen zunehmend zum Problem. Vor allem Habicht und Fuchs sorgen für Tierverluste, wie die Teilnehmer eines Seminares des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH) vor einiger Zeit in Bad Hersfeld aus ihren Betrieben zu berichten wussten: Ein Legehennenhalter mit einem großen Betrieb im Emsland verlor in einem Jahr 600 Hühner durch den Habicht, ein Betriebsleiter aus dem Frankfurter Raum 150 durch den Fuchs. Welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden können, war Thema des Seminars.

Eier aus mobiler Haltung für den Hofladen

MobiNet-Treffen: fachlicher Austausch unter Mobilstallhaltern

Vor drei Jahren wagten Michaela und Jürgen Albrecht den Einstieg in die Legehennenhaltung. Sie investierten in einen Mobilstall mit 245 Plätzen und stallten die ersten Hühner ein. Familie Albrecht baut auf rund 100 ha Kartoffeln, Zuckerrüben, Getreide, Raps und Mais an. Außerdem...

Herausforderung Legehennen-Auslauf

Planung, Strukturierung und Pflege wird oft unterschätzt

Aus Sicht des Tierwohls ist ein durch die Hennen gut genutzter Auslauf optimal, die Tiere können so ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben. Beim Scharren und Picken wird die Vegetationsdecke aber nachhaltig geschädigt und in punkto Umweltschutz ist dies ein Problem. Zudem wird der vegetationslose Boden mit Ausscheidungen belastet. Die Nährstoffe werden als Nitrate, Nitrite und Phosphate in tiefere Bodenschichten verlagert und können das Grundwasser belasten..

Legehennen gesund halten

Besonders auf Krankheitsvorbeugung und Früherkennung setzen

Zum zweiten Mal fand vergangene Woche das Hessische Geflügelkolloquium in Bad Hersfeld statt. Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen hatte ein sehr umfangreiches Programm zusammengestellt, Thema war die Legehennengesundheit. Einige Punkte werden im Folgenden beleuchtet.

Weniger Arbeit und mehr Tierwohl

Automatisierungstechnik in Aufzucht- und Legehennenställen

Die Haltung schnabelungekürzter Legehennen stellt viele Betriebe vor Herausforderungen, denn die Managementanforderungen steigen. Um Federpicken vorzubeugen, werden den Tieren verschiedene Beschäftigungsmaterialien angeboten, was jedoch zusätzlichen Aufwand für den Tierhalter bedeutet. Um diesen zu reduzieren, können Arbeitsgänge automatisiert werden.

„Die Zeit ist lang, die Kosten sind hoch“

Praxisnahes Wissen über die Enten- und Gänsehaltung vermittelt

Fortbildungsseminare über Wassergeflügel sind eher selten und Experten, die sich mit der Thematik beschäftigen sind ebenfalls rar. Erstmalig veranstaltete der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) ein ganztägiges Seminar zum Thema „Enten und Gänse“. Teilnehmer waren Enten- und Gänsehalter mit Direktvermarktung aber auch interessierte Landwirte, die bisher noch kein Wassergeflügel halten.

Bio mal zwei – ein Stall für Pute und Rind

Mutterkuhstall wird im Sommer für die Putenaufzucht genutzt

Eine wirtschaftliche Mast von Bioputen gilt als große Herausforderung. Dem Betrieb Hoffarth gelingt dies, genauso wie eine sehr erfolgreiche Direktvermarktung der Tiere und eine optimale Nutzung der hofeigenen Ställe. Jürgen Beckhoff hat den Betrieb besucht.

Gut geschützt durch die Legeperiode

Was bei Impfungen von Hennen beachten?

Schutzimpfungen sind ein wichtiger Teil zur Gesunderhaltung eines Legehennenbestandes. Ziele einer Schutzimpfung sind die Vermeidung einer klinischen Erkrankung sowie die Erhaltung der Leistungsfähigkeit, nicht aber die Eliminierung eines Erregers innerhalb des Bestandes.

Prima Stallklima auch für Hennen mit Auslauf

Mit Einbau von Zuluftkaminen die Luftführung verbessern

Optimale Temperaturen und eine hervorragende Luftqualität für Legehennen sind die Anforderungen, die von der heutigen Lüftungstechnik erwartet werden. Theoretisch können die Techniken diese Anforderungen auch erfüllen, doch in der Praxis sieht es dann häufig anders aus. Sebastian Bönsch, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, gibt Tipps zur Verbesserung des Stallklimas.

Trockene und strukturierte Einstreu für mehr Tierwohl

Klima im Hennenstall wird durch Einstreubeschaffenheit beeinflusst

Die Einstreu hat einen großen Einfluss auf das Klima im Legehennenstall, aber auch auf die Gesundheit der Tiere. Im Modell- und Demonstrationsverfahren Tierschutz (MuD) wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Einstreuqualität in Praxisbetrieben ausprobiert. Christian Petersen berichtete in einem Forum auf den Ökofeldtagen über seine Erfahrungen.